Weggegrätscht - Die Kolumne : Nichts für schwache Nerven

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30. Juni 2014, 14:32 Uhr

War ja nichts für schwache Nerven, diese erste Entscheidung vom Punkt aus während des laufenden Turniers – das 3:2 von Brasilien über Chile. Schon kurz nach Spielende berichteten brasilianische Medien über Herzattacken bei vier Zuschauern im Mineirao-Stadion von Belo Horizonte. Schlimm genug, aber vergleichsweise harmlos zu dem, was sich nahezu zeitgleich in Bogota, der Hauptstadt von Kolumbien, abgespielt hat: Die Kolumbianer feierten ihren 2:0-Sieg über Uruguay so sehr, dass eine 25 Jahre alte Frau durch Freudenschüsse versehentlich erschossen wurde. Zudem zählte man 274 Prügeleien mit fünf Verletzten. Bereits am Tag des Vorrundensiegs über Griechenland wurden landesweit neun Tote bei den Feierlichkeiten gezählt. Da mag man sich lieber gar nicht erst vorstellen was passiert, sollte Kolumbien nicht Weltmeister werden. Gilt übrigens auch für das Gastgeberland Brasilien.

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