Nicht viel Neues beim zweiten und letzten Bürgermeister-Duell

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24. August 2018, 11:00 Uhr

Neues Spiel, neues Glück. Am Donnerstagabend stand um 19 Uhr in der Rübekamp-Halle das zweite und auch letzte Bürgermeister-Duell zwischen Amtsinhaberin Urte Steinberg (Foto) und Herausforderer Jitendra Sharma, beide parteilos, auf dem Programm. Doch viel Neues gab es nicht. Die Spielregeln waren die gleichen wie bei der vorangegangenen Veranstaltung, die am Mittwoch in der Sporthalle der Theodor-Heuss-Schule über die Bühne ging (wir berichteten).

Jeder Kandidat hatte zunächst zehn Minuten Redezeit, um sich vorzustellen. 15  Minuten konnte das Publikum dann Fragen stellen, während der Gegenkandidat die Turnhalle verlassen musste. Den Anfang machte erneut Steinberg, die in den vergangenen Jahren ihre Führungsqualitäten und Sachkenntnis bewiesen hat. Schließlich ist sie als Bürgermeisterin Chefin der Pinneberger Stadtverwaltung mit gut 400 Mitarbeitern und weiß um die rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten, die ihr das Amt gibt. Denn letztendlich hat sie als Bürgermeisterin das Sagen in der Verwaltung, repräsentiert bei offiziellen Anlässen die Stadt, hat aber keine direkte politische Macht. Diese liegt bekanntlich im mit Lokalpolitikern besetzten Stadtrat.

Dessen ist sich Steinberg bewusst. „Ich trage das in die Politik rein“, betonte sie den Entscheidungsweg und zeichnete ihre positive Vision für Pinneberg auf. Sie sagte erneut, was Positives in ihrer bisherigen Amtszeit umgesetzt wurde. „Die Weichen sind gestellt. Ich würde gern weitermachen und den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen“, sagt sie, was die gut 250  Besucher mit Applaus würdigen.

Dann hat Sharma das Wort. Die Sympathien hat auch er auf seiner Seite, weil er authentisch ist. Zu seinen Zielen erklärt er, mehr Kita-Plätze zu schaffen und die Gebühren abzuschaffen. „Den Sanierungsstau werde ich abbauen und mich für den sozialen Wohnungsbau einsetzen.“ Die Radwege will er vernetzen und Ladesäulen für Elektrofahrzeuge schaffen und auch die Taktung der Bahnen erhöhen.

Die Zuhörer applaudieren mehrfach. Fragen nach seiner Qualifikation beantwortet er auch diesmal ausweichend: „Lasst uns doch einfach zusammen anfangen.“ Er setze auf den offenen Dialog mit allen.

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