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Pinneberg und Wedel : Neunte Tour de Gourmet Jeunesse

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

40 junge Frauen und Männer testen drei Restaurants in Tangstedt, Wedel und Pinneberg.

Pinneberg/Wedel | „Das ist ja wie bei der Fernsehsendung The Taste“, sagte ein Teilnehmer der neunten Tour de Gourmet Jeunesse beim Betreten des Schulauer Fährhauses in Wedel. Dort empfingen Küchenchef Franz Jost und Marketingleiter Björn Kunze 40 junge Gourmets, die am Sonntag beim Schleswig-Holstein-Gourmet-Festival drei Top-Restaurants in Tangstedt, Wedel und Pinneberg besuchten und testeten. Als Gaumenfreude gab es in Wedel hausgebeiztes Reh.

„Für uns ist es eine gute Möglichkeit, junge Menschen anzusprechen“, sagte Kunze. Denn teilnehmen durfte nur, wer zwischen 18 und 35 Jahren ist. „Wir lassen uns von jedem den Ausweis zeigen“, erläuterte Organisatorin Susanne Plaß. Außer dem Vier-Gänge-Menü erlebten die Nachwuchsgourmets einen Shuttle-Service der besonderen Art. Von Tangstedt nach Wedel und weiter nach Pinneberg ging es mit Chauffeur und Luxuskarossen – eine hatte mehr als 550 Pferdestärken.

„Die Autos sind ein toller Pluspunkt zwischendurch“, grinste Christoph Gaab. Der 25-jährige gebürtige Hamburger, der in Ostholstein lebt, nahm bereits zum siebten Mal an der Tour de Gourmet Jeunesse teil. „Ich habe sie immer zum Geburtstag geschenkt bekommen“, erläuterte er und ergänzte: „Ich finde es toll, immer neue Häuser kennenzulernen.“ Vor allem die „Orangerie“ im Maritim Seehotel Timmendorfer-Strand sei ihm in Erinnerung geblieben. „Ich habe aber auch zahlreiche andere Restaurants immer wieder besucht.“ Vor dem Hauptgang übte er diesmal leichte Kritik: „Im Moment ist es etwas wenig Fleisch“, sagte Gaab. Fährhaus-Küchenchef Jost setzte mit „Nudelblättern, Butternut Kürbis, Rotkohl und Ziegenfrischkäse-Crumbles“ auf ein vegetarisches Menü. Zuvor gab es in der Gutsküche Wulksfelde Zwiebelkuchen und Holsteiner Boskopsorbet.

Malte Martens und Nadja Müller waren extra aus Österreich für die Tour de Gourmet Jeunesse angereist. (Foto: Fröhlig)
Malte Martens und Nadja Müller waren extra aus Österreich für die Tour de Gourmet Jeunesse angereist. (Foto: Fröhlig)
 

Für den gebürtigen Bremer Malte Martens (28) war es die vierte Teilnahme an der Gourmettour. Da er zwischenzeitlich nach Österreich gezogen war, verlängerte er den Weihnachtsurlaub bei der Familie, um einen Abstecher in den Kreis Pinneberg zu machen. „Ich nehme gern teil, weil man immer neue Leute kennenlernt und sich neue Freundschaften ergeben“, erläuterte Martens. Hintergrund: In jedem Restaurant sollen sich neue Tischbesetzungen finden. „So soll der Austausch gefördert werden“, sagte Plaß. Viele Teilnehmer seien „Wiederholungstäter“. „Wir halten aber immer Plätze für Neulinge frei“, so die Organisatorin. 32 Personen hätten in diesem Jahr auf der Warteliste gestanden. „Wenn wir den Termin im Juni bekanntgeben, sind die Plätze direkt vergeben.“

Nadja Müller aus dem österreichischen Altach war ihrem Freund Malte Martens nachgereist. „Ich kannte das gar nicht, da er eine Karte übrig hatte, bin ich mitgekommen“, sagte die 25-Jährige während sie den Blick über die Elbe streifen ließ. Ihr Urteil: „Ich finde es schön. Die Locations sind klasse und es gibt sehr gutes Essen. Ich mag eigentlich vieles nicht, habe aber alles probiert und es hat super geschmeckt.“

Ein Fest für Geschmacks - und Sehnerven: Die Nachspeise. (Foto: Fröhlig)
Ein Fest für Geschmacks - und Sehnerven: Die Nachspeise. (Foto: Fröhlig)
 

„Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet“, sagte Jacqueline Rejunk vor dem Cap Polonio, der dritten und letzten Station der Gourmettour. Ihr Freund Raffael Diron hatte sie überrascht. „Ich bin selbst in Flensburg in der Gastronomie tätig und habe von der Tour von einem Arbeitskollegen erfahren. Das wollte ich unbedingt ausprobieren“, sagte der 24-Jährige. Sein Urteil: „Es ist für jeden etwas dabei, und das Essen ist wirklich super.“ Rejunk stimmte ihm zu: „Das Essen ist sehr lecker und die Locations sind toll.“ Die beiden hatten sich wie viele andere Teilnehmer für die Übernachtung in Pinneberg entschieden.

Doch davor stand das Menü von Rolin-Küchenchef Marc Ostermann, der als Hauptspeise „Allerlei vom Holsteiner Rind mit Mohrrüben: Schaufelstück geschmort und gebacken, Filet rosa gebraten und gegrillt“ servierte. Bei der Nachspeise half der Kälteeinbruch der letzten Wochen. „Sonst hätten wir noch keine Moro-Orangen gehabt. Diese brauchen den Kältesturz für die Farbbildung“, erläuterte Ostermann seinen Gästen, die Mousse von Valrhona Dulcey Schokolade und Orangen sowie Milchmädchen Karamell mit Fleur de Sel und „Sorbet Campari O“ genießen durften. Zwischenruf eines Teilnehmers bei der Vorstellung des Menüs im Cap Polonio: „Das kann nur gut werden.“

Auch in diesem Jahr macht das Schleswig-Holstein Gourmet Festival Station im Restaurant Rolin im Hotel Cap Polonio. Am 20. und 21. Februar wird Kenneth Hansen, Küchenchef des Svinkløv Badehotels in Nordjütland, jeweils ein Fünf-Gänge-Gala-Menü servieren. Der  Preis pro Person beträgt 145 Euro. www.gourmetfestival.de
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