Musik zur Völkerverständigung : Neujahrsgala des Kulturkreises in Halstenbek

Der Leiter der Hamburger Kammersolisten Stefan Czermak (v. l.) mit den beiden Sängerinnen des Abends Darlene Ann Dobisch und Alexandra Hebbart sowie der Musikreferent des Kulturkreises Valeri Krivoborodov.
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Der Leiter der Hamburger Kammersolisten Stefan Czermak (v. l.) mit den beiden Sängerinnen des Abends Darlene Ann Dobisch und Alexandra Hebbart sowie der Musikreferent des Kulturkreises Valeri Krivoborodov.

Vom Figaro bis zum Radetzkymarsch: Mehr als 400 Zuhörer bei der elften Neujahrsgala des Kulturkreises.

shz.de von
05. Januar 2015, 12:15 Uhr

Halstenbek | Ein Hamburger war auch dabei, insgesamt aber repräsentierten die 26 Musiker der Hamburger Kammersolisten und die beiden Sängerinnen Darlene Ann Dobisch und Alexandra Hebbart 21 Heimatländer: von Japan und Korea im Osten über Australien im Süden rund um den Globus bis in die USA. Gemeinsam setzten sie die elfte Neujahrsgala des Kulturkreises in der Aula des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums in Szene.

„Dieses harmonische Zusammenspiel könnte als gutes Beispiel für alle Menschen dienen, und das wünsche ich Ihnen und uns denn auch für 2015“, philosophierte Moderator Stephan Schmidt zum Abschluss des brillanten Konzerts. Der Beifall zeigte an, wie sehr er den Zuhörern damit aus dem Herzen gesprochen hatte.

Mehr als 400 Musikfreunde füllten jeden verfügbaren Platz im Saal. „Die Gala zu Jahresbeginn ist unser stärkster Publikumsmagnet“, begeisterte sich Volker Deising vom Vorstand des Kulturkreises, in dessen Händen die Organisation dieses Abends lag.

Diesmal war es zugleich die Eröffnung des Kulturkreis-Jubiläumsjahres: 25 Jahre nachdem 18 Halstenbeker den Entschluss fassten, das Leben in der Gemeinde mit kulturellen Veranstaltungen zu bereichern, ist die Mitgliederzahl auf 560 angewachsen. Vor allem einheimischen Künstlern geben sie ein Forum. Das glanzvoll bestandene erste Vierteljahrhundert des Vereins werde das ganze Jahr über mit vielen Events gefeiert, kündigte Deising an.

Die Jubiläumsgala sei zudem Abschied von der alten Aula, fügte er hinzu. Denn 2016 werde hoffentlich der größere Saal im Neubau des Gymnasiums zur Verfügung stehen. Der werde bis zu 600    Besucher fassen.

„Und hoffentlich hat er Air-Condition“, kommentierten Musiker des Ensembles die Ankündigung. Da glänzten ihre verschwitzten Gesichter bereits, denn es war schnell sehr warm geworden unter der niedrigen Decke, ganz besonders auf dem Podium, wo die Schweinwerfer einen Extrabeitrag zum Temperaturanstieg leisteten.

Ihrer Kunst tat das keinen Abbruch: Von Mozarts „Figaro“-Ouvertüre bis zum Radetzkymarsch als letzter Zugabe steigerten sich Kammersolisten und Sängerinnen zu immer mitreißenderen Darbietungen, spornten das Publikum schließlich an, den Takt dazu zu klatschen, und entließen alle in bester Neujahrslaune in das noch ganz junge Jahr.

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