Uetersen : Neujahrsempfang in der Rosenstadt

Neujahrsempfang: Bürgervorsteher Adolf Bergmann, Bürgermeisterin Andrea Hansen und Rosenkönigin Katharina Köhn begrüßten gestern Vormittag in Uetersen 300 Gäste.
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Neujahrsempfang: Bürgervorsteher Adolf Bergmann, Bürgermeisterin Andrea Hansen und Rosenkönigin Katharina Köhn begrüßten gestern Vormittag in Uetersen 300 Gäste.

Bürgermeisterin Hansen zieht eine positive Bilanz. Aufruf zur Zusammenarbeit in der Region.

shz.de von
12. Januar 2015, 14:00 Uhr

Uetersen | „Ich bin zufrieden, wir haben viel erreicht. Uetersen ist keine Stadt ohne Probleme, aber wir zeigen immer wieder, dass wir Lösungen finden können. Uetersen ist voller guter Ideen.“ Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) zog beim traditionellen Neujahrsempfang der Rosenstadt gestern Vormittag in der Schulmensa „Kantuene“ eine positive Bilanz. Im Ausblick auf 2015 wünschte sich die Verwaltungschefin: „Es soll ein Jahr sein, in dem wir miteinander reden und nicht übereinander. Ein Jahr, in dem man nicht allein ist, sondern in dem wir gemeinsam voranschreiten.“

Hansen rief zudem zur Zusammenarbeit in der Region auf. Stadt und Land seien manchmal ein Gegensatz, viel öfter jedoch seien sie ein Paar, das seinen Weg gemeinsam finde. Die Stadt Uetersen erfülle als zentraler Ort ihre Aufgaben und sei gern bereit, dies auch weiterhin zu tun. „Und wir schätzen die regionale Eigenheit der Dörfer und Städte in unserer Nachbarschaft. Der Region kann es nur gemeinsam gut gehen“, so die Bürgermeisterin. Dies gelte auch für die „ganz besondere“ Beziehung zwischen Uetersen und Tornesch sowie für die Verwaltungsgemeinschaft mit Haselau, Haseldorf und Hetlingen.

2015 will die Rathauschefin mehrere Vorhaben anpacken: Gründung eines großen Bildungszweckverbands für die Region, Verdichtung der Stadt durch weiteren Wohnungsbau mit kurzen Wegen für Senioren, Verbesserung der Verkehrsanbindung, Einsparung von Energie und Förderung von Ökostrom, mehr Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung und bei der Integration sowie Stärkung des Marketing. „Wir bleiben die Stadt der Rose. Der Deutsche Rosenkongress, der in diesem Jahr in Uetersen stattfindet, wird das in ganz Deutschland klarmachen.“

Vor der Rede Hansens hatte Bürgervorsteher Adolf Bergmann (CDU) die etwa 300 Gäste begrüßt, darunter besonders eine Abordnung aus Uetersens Partnerstadt Wittstock, Kreispräsident Burkhard Tiemann, Vertreter aus Politik, Vereinen, Verbänden, der Feuerwehr, der Polizei, der Bundeswehr und anderen Einrichtungen des öffentlichen Lebens. In seiner Ansprache plädierte Bergmann für die Erarbeitung eines kommunalen Konzepts zur Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern. Integration sei jedoch keine Einbahnstraße, die ausländischen Mitbürger müssten selbst auch bereit sein, sich zu integrieren, ohne dabei ihre Kultur aufzugeben, betonte der Bürgervorsteher.

twa 300 Besucher, darunter eine Abordnung aus Uetersens 
Partnerstadt Wittstock, hatten sich in der Schulmensa „Kantuene“ versammelt. (Foto: Krohn)
twa 300 Besucher, darunter eine Abordnung aus Uetersens Partnerstadt Wittstock, hatten sich in der Schulmensa „Kantuene“ versammelt. (Foto: Krohn)
 

Wehrführer Karsten Schütt lud die Besucher ein, die Feuerwehr kennenzulernen: „Kommen Sie zu uns, wir erklären Ihnen gern, wie die Feuerwehr funktioniert.“ Für die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs sorgten zum ersten Mal die Chorknaben Uetersen. Originelle Idee zum Abschluss: Nach ihrem letzten Lied schnappten sich die Sänger die Bänke und Stühle, auf denen sie zuvor gestanden hatten, und schleppten diese unter dem Beifall der Gäste höchstpersönlich aus dem Saal.

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