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Sozialwohnungen statt Sozialneid : Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins in Rellingen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neujahrsempfang des Rellinger SPD-Ortsvereins mit 80 Gästen. Kreisvorsitzender Hölck referiert zum Thema sozialer Wohnungsbau.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Rellingen | Sekt, Saft, Salzgebäck und sozialer Wohnungsbau: Beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Rellingen erhielten die Besucher sowohl kleine Stärkungen als auch einen informativen Einblick in ein aktuelles Thema.

Parteichef Christian Zimmermann begrüßte dazu am Wochenende im Restaurant Rellinger Hof etwa 80 Gäste. Gekommen waren unter anderen Bürgervorsteher Henry Behrmann (CDU), Bürgermeisterin Anja Radtke, Kreispräsident Burkhard Tiemann (CDU), SPD-Politiker aus dem Kreisgebiet, Vertreter anderer Parteien, Abordnungen von Vereinen und Verbänden, Bürgermeister-Kandidat Marc Trampe sowie als Neujahrsredner der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Thomas Hölck. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Gemischte Chor „Harmonie Rellingen“, der unter der Leitung von Ulf Kenklies deutsche Volkslieder intonierte.

„Sozialwohnungen statt Sozialneid“ lautete das Thema der Veranstaltung. Die Aufnahme von Flüchtlingen in Rellingen habe einen hohen Bedarf an neuen Wohnungen zur Folge, stellte Zimmermann fest und forderte: „Wir müssen das jetzt anpacken, was zuvor jahrelang versäumt wurde.“

Die Situation durch fehlenden Wohnraum dürfe auf keinen Fall verschärft werden, denn Sozialneid helfe nur den rechten Gruppierungen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann konstatierte, dass es eine humanitäre Verpflichtung gegenüber den Flüchtlingen gebe und plädierte dafür, die Kommunen mit soliden Finanzen auszustatten.

Hölck ging in seiner Rede auf die Anfänge des sozialen Wohnungsbaus nach dem Wiederaufbau Ende des Zweiten Weltkriegs zurück. Von der damaligen Wohnungsnot seien alle sozialen Schichten betroffen gewesen. Mit umfangreichen staatlichen Förderungen für damals 70 Prozent der Bevölkerung sei die einzigartige Geschichte des sozialen Wohnungsbaus gestartet. Unter anderem aufgrund mangelnder Bereitschaft zur Instandhaltung und Sanierung hätten später etliche Kommunen ihre Wohnungsbestände an Investoren verkauft.

„Heute stehen wir angesichts des Zustroms von Flüchtlingen, aber auch wegen des grundsätzlichen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum vor der Herausforderung, den Wohnungsbau drastisch anzukurbeln“, führte der Sozialdemokrat aus. Dabei müsse gelten, dass Flüchtlinge und andere einkommensschwache Bevölkerungsgruppen nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften. Wer diesen Grundsatz nicht befolge, gefährde den sozialen Zusammenhalt in den Quartieren. „Menschen mit mittlerem oder unterem Einkommen, die schon lange auf eine bezahlbare Wohnung warten, sollen auch eine bekommen“, forderte Hölck. Zudem stünden die Kommunen in der Verantwortung, für Wohnungsbau ausreichend Bauland zur Verfügung zu stellen.

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