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"Neugestalteter Hafen wird zentraler touristischer Anlaufpunkt"

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erstellt am 22.Mai.2013 | 01:14 Uhr

WEDEL | Seit November des vergangenen Jahres ist er Vorsitzender des Vereins Wedel Marketing: Marc Cybulski. In unserer Serie "Auf einen Kaffee mit. . . " erklärt der 46-Jährige, der auch Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Wedel ist, warum es notwendig ist, mit den Schulden anderer Geld zu verdienen, spricht über neue Strategien zur Belebung der Bahnhofstraße und erzählt, wann und warum er das letzte Mal seine Frau belogen hat. Wenn ich auf die Stabilität des Euros wetten müsste, dann. . . . . . bin ich überzeugt, dass es den Euro noch lange geben wird. Aber ich wette ungern. Zahlen sind für mich. . . . . . durch meinen Beruf sehr wichtig und mir ansonsten auch nicht sehr fern. Mit den Schulden anderer Geld zu verdienen, ist. . . . . . eine Notwendigkeit, um Wirtschaft voran zu bringen. Wenn ich Vorschriften für Banken abschaffen könnte, dann. . . . . . wären das sämtliche Vorgaben, die sich um das Thema Beratungsprotokolle drehen. Sie sind kein Schutz unserer Kunden, sondern ein bürokratisches Hindernis, das nichts bringt. Vorsitzender von Wedel Marketing zu sein, ist für mich. . . . . . ein Stück weit Leidenschaft und die Möglichkeit, mich ehrenamtlich einzubringen für eine Stadt, in der ich mich sehr wohl fühle. Die zentrale Herausforderung des Vereins ist. . . Der Verein hat in den vergangenen Jahren einen guten Job gemacht. Wir haben die Marke Wedel durch Veranstaltungen sehr gut weiterentwickelt. Das werden wir fortsetzen. Jetzt denken wir über neue Wege und Strategien nach, beispielsweise über die Zukunft der Bahnhofstraße und die Entwicklung des Tourismus. Gutes City-Management ist für mich. . . Da sind wir derzeit auf der Suche, um diesen Begriff für uns zu definieren. Meine Ideen dazu sind aktiveres Vermietungsmanagement für die Bahnhofstraße und Maßnahmen, damit diese Straße noch mehr zu einem Kommunikations- und Aufenthaltsort für die Menschen und Gäste Wedels wird. Sie soll der zentrale Mittelpunkt werden. Im Übrigen ist der Leerstand in der Bahnhofstraße gar nicht so groß wie die meisten immer meinen. Über die Planungen der Stadt für eine neue Parkraumbewirtschaftung denke ich, dass diese. . . . . . angesichts knapper Kassen sicherlich notwendig ist. Wichtig ist, ausreichend Freiraum für Kurzparker zu schaffen. Wir müssen sicherstellen, dass wir weiterhin einen regen Verkehr in der Bahnhofstraße erhalten. Wenn Wedeler über ihre Stadt reden, dann denke ich oft, dass. . . . . . noch mehr betont werden könnte, dass Wedel eine schöne Stadt ist. Wer lange in Wedel lebt, für den besteht die Gefahr, dass er die Schönheit gar nicht mehr wahrnimmt. Wedel hat alles, um eine liebenswerte Stadt zu sein. Wedel und Tourismus - darüber denke ich. . . . . . noch nicht viel. Die Frage, ob Fremdenverkehr eine Strategie für Wedel sein kann, ist noch nicht beantwortet. Wir arbeiten daran. Wenn ich an die Wohnungsnot in Wedel denke, dann. . . . . . gibt es die - gerade bei nicht so teurem Wohnraum. Wedel ist attraktiv als Wohnort und es ist kein Problem, hochpreisige Wohnungen an den Mann zu bringen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass es auch viele Menschen gibt, die nicht zehn Euro pro Quadratmeter bezahlen können. Hier müssen in den kommenden Jahren gezielt Möglichkeiten geschaffen werden. Von der Neugestaltung des Hafens erwarte ich. . . . . . eine deutliche Attraktivitätssteigerung in Verbindung mit dem Schulauer Fährhaus. Das wird ein zentraler touristischer Anlaufpunkt werden. Es ist eine ganz wichtige Entscheidung, den Hafen neu zu gestalten. Die Nordumfahrung / B 431-Verlegung ist für mich. . . . . . wichtig. Ich hoffe, dass sie kommt, sie wäre notwendig, um vor allem die Altstadt stärker zu schützen. Für Wedel wünsche ich mir. . . . . . die Fortsetzung der klugen Entwicklung der vergangenen Jahren. An Wedel stört mich. . . . . . als Kind des Ruhrgebiets (lacht) eine fehlende Autobahnanbindung. Mein Lebensmotto ist. . . Probleme sind zum Lösen da. In der Öffentlichkeit zu stehen ist für mich. . . . . . Teil meines Berufes, aber nicht notwendig für mich. Meine Familie ist für mich. . . . . . das absolut Wichtigste. Wir fühlen uns hier sehr wohl und haben - so denke ich - auch einen wunderschönen Platz zum Leben gefunden. Die größte Herausforderung meines Lebens war. . . . . . nachts aufzustehen, wenn unser Zwillingspaar mal wieder wach war. Mein Lieblingsplatz in Wedel ist. . . . . . der Hafen. Meinen letzten Strafzettel habe ich kassiert für. . . . . . mal wieder zu schnelles Fahren auf der A 7. Ich habe das letzte Mal gelogen, als. . . . . . ich zu meiner Frau gesagt habe, dass wir kein größeres Segelboot kaufen werden. Wir sind aber lange genug verheiratet und sie wusste somit, dass das gelogen ist. Richtig abschalten kann ich beim. . . . . . Segeln. Begeistern kann ich mich für. . . . . . gute Musik, ein Treffen mit guten Freunden und für Borussia Dortmund. Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass die Borussia das Finale gegen Bayern gewinnt. Wütend macht mich. . . Richtig wütend werde ich selten, aber problemorientiertes Denken stört mich schon. Mir fällt es schwer zu akzeptieren, dass Dinge nicht einfach angepackt werden. Wenn ich einen Tag lang . . . sein könnte, dann. . . . . . Bundeskanzler. Aber da wird ein Tag nicht reichen, um alles zu ändern, was mir einfällt. Mit zehn Millionen Euro würde ich. . . Geld macht nicht glücklich. Das meiste davon würde ich spenden. Morgens eine Lokalzeitung zu lesen, ist für mich. . . . . . als Leser des Wedel-Schulauer Tageblatts so wichtig wie die Milch im Kaffee.

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