Pinneberg : Neues Zuhause für die Tierschützer

Hier wird bald gebaut: Vorsitzende Maria Köhler und Pressesprecher Peter Dorendorf mit Hündin „Dinari“ auf dem neuen Grundstück gegenüber den Pinneberger Stadtwerken.
Hier wird bald gebaut: Vorsitzende Maria Köhler und Pressesprecher Peter Dorendorf mit Hündin „Dinari“ auf dem neuen Grundstück gegenüber den Pinneberger Stadtwerken.

Jede Menge Auslauf: Der Verein baut auf 1760 Quadratmetern Am Hafen. Noch werden Spender für das Projekt gesucht.

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09. November 2013, 12:00 Uhr

„Wir haben 56 Jahre auf eine solche Möglichkeit gewartet“, sagt Peter Dorendorf mit einem glücklichen Lächeln. Der Pressesprecher des Pinneberger Tierschutzvereins steht gemeinsam mit der Vorsitzenden Maria Köhler auf einer windzerzausten Wiese in der Straße Am Hafen. Nur ein gelbes Baustellenschild kündet davon, dass die Tierfreunde hier Großes vorhaben. Auf dem 1760 Quadratmetern großen Grundstück soll das neue Vereinsheim entstehen – natürlich mit viel Auslaufmöglichkeiten für Vierbeiner.

Dorendorf erzählt: „Wir wollen ein Blockhaus als Versammlungsraum errichten“. Dort sollen dann auch die zahlreichen Informationsveranstaltungen der Tierschützer abgehalten werden. „In zwei Containern werden wir Futterspenden und sonstige Materialien unterbringen“, fährt der Pressesprecher fort. Zwei weitere Container sollen als Tierauffangstation dienen. Ein zeitweiliges Zuhause für Streuner und entlaufene Hunde und Katzen.

„Wenn die Polizei einen herrenlosen Hund findet, geben die Beamten ihn hier ab, der Besitzer kann das Tier dann abholen.“ Damit die Hunde genug Bewegung bekommen, wollen die Tierfreunde als erste Maßnahme das gesamte Gelände einzäunen. Momentan warten Dorendorf und seine Mitstreiter noch auf die Baugenehmigung. Dann soll es losgehen. Mit viel Herzblut und Engagement. Finanzieren will der Verein die Baumaßnahmen zunächst aus den eigenen Rücklagen. „Wir suchen aber auch Unternehmen, die uns mit Geld- oder Sachspenden unterstützen“, betont Dorendorf.

„Wir schützen nicht nur Tiere, sondern leisten auch viel Aufklärungsarbeit“, sagt er. So biete der Verein seit drei Jahren Kurse für den Hundeführerschein an. Bisher mussten solche Veranstaltungen in provisorische Räumlichkeiten in der Elmshorner Straße verlegt werden. Dorendorf: „Wegen der Westumgehung müssen wir da jetzt raus.“ Traurig sind die Tierschützer nicht. Seit der Vereinsgründung 1957 bemühen sie sich um ein Grundstück. Jetzt konnten sie die 75 Meter lange Wiese von der Stadt anmieten.

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