Bioabfall-Kampagne der Gab : Neues Video gegen Plastikmüll in der Biotonne

Mit einem Video klärt die Kampagne über die Gefahren von Plastikmüll in Bioabfällen auf. Die Aktion läuft so erfolgreich, dass die Gab sie auch nächstes Jahr fortsetzen will.
Mit einem Video klärt die Kampagne über die Gefahren von Plastikmüll in Bioabfällen auf. Die Aktion läuft so erfolgreich, dass die Gab sie auch nächstes Jahr fortsetzen will.

Die Kampagne #wirfuerbio ist aus Sicht der Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung gut angelaufen.

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02. August 2018, 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Mit einem Animationsfilm läutet die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung (Gab) im Kreis Pinneberg die nächste Runde in der Aufklärungskampagne #wirfuerbio ein. Die im April gestartete Aktion setzt sich gegen Plastik in der Biotonne ein. „Das Youtube-Video #wirfuerbio-Hero erklärt auf eine charmante Art und Weise, wie man selbst aktiv werden kann“, sagt Kristina Engels von der Gab-Unternehmenskommunikation.

Mit dem bisherigen Verlauf der Aktion ist die Gab sehr zufrieden. „Die Kampagne läuft so erfolgreich, dass sie auch in 2019 weitergeführt wird“, sagt Engels und fordert zur Teilnahme auf: „Werden auch Sie ein #wirfuerbio-Hero und machen Sie mit. Holen Sie sich den #wirfuerbio-Tonnensticker bei uns ab und zeigen Sie, dass Sie mit dabei sind.“ Die Sticker sind bei der Gab in der Bundesstraße 301 in Kummerfeld erhältlich.

Mit der Kampagne will die Gab die Bürger sensibilisieren und aufklären. Denn Plastikmüll ist bei der Verarbeitung von Bioabfällen zu Strom ein großes Problem. „In unseren automatisierten Sortierprozessen können nicht immer alle Störstoffe aus dem Bioabfall restlos entfernt werden“, berichtet Gab-Geschäftsführer Jens Ohde. Seine Gesellschaft wandelt jedes Jahr mehr als 30 000 Tonnen Bioabfall aus dem Kreis Pinneberg und 6000 Tonnen aus Norderstedt in bis zu 4500  Megawattstunden Biostrom. „Damit können wir 1000 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Biostrom versorgen“, sagt der Geschäftsführer. Bei der Umwandlung sei die Qualität des Mülls entscheidend. Das gilt auch für die Herstellung von Kompost. Wertvolles organisches Material gehe verloren, wenn der Abfall in zugeknoteten Plastiktüten – auch die vermeintlich kompostierbaren – komplett aussortiert werden muss. Sind die Tüten erst einmal in Mikroplastik zerfallen, können sie nicht mehr aus dem Rohkompost getrennt werden. Plastikpartikel landen so auf Äckern, werden ins Grundwasser gespült und gelangen unweigerlich in die Nahrungskette der Menschen. „Deshalb ist das Thema Bioabfall auch so wichtig“, betont Ohde.

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