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„Stadtaffen“ in Halstenbek : Neues Theaterstück am Borchert-Gymnasium

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die jungen Theatermacher widmen sich den Abgründen der menschlichen Seele mit einem zynischen Seitenblick auf die modernen Medien.

Halstenbek | „Stadtaffen“ hat die Theater-AG des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums ihr neuestes Stück getauft. Darin ergründen die jungen Schauspieler wie schon in anderen Produktionen die Abgründe der menschlichen Seele mit einem zynischen Seitenblick auf die modernen Medien.

Dazu AG-Leiter Andreas Kroder: „Jugendliche stürzen mit dem Flugzeug ab und müssen sich allein durch den Dschungel schlagen, wie in Reality-Shows treten einzelne Charaktere dabei heraus in eine Box und erzählen wie es ihnen dabei geht.“ Und ergänzt: „Die Grundidee haben wir vom Jugendroman ‚Der Herr der Fliegen‘ übernommen, aber wie sich das Stück entwickelt, haben wir selbst erarbeitet: Am Anfang gab es nur Situationen, die eine grobe Handlungsstruktur darstellten, Szenen und Dialoge kommen von den Schülern.“ Dabei ginge es vor allem um die Fragen, wie sich die Jugendlichen nach dem Absturz organisieren und wie sie sich im Dschungel entwickeln und verändern, es ginge um die Frage der Menschlichkeit.

Stadtmenschen, die im Dschungel wieder zu Affen werden: Wer sind die Anführer? Wer ist Freund und wer ist Feind? Wer kann jagen? Wer überlebt? Und gelten hier noch Regeln? Die Schüler der neunten bis 13. Klassen gehen elementaren Fragen nach und haben sich dabei nicht nur von TV-Experimenten wie Big Brother und Newtopia inspirieren lassen, sondern sich auch mit ideologischen und philosophischen Texten auseinandergesetzt – Dystopie trifft auf das Dschungelcamp.

Die Arbeit an „Stadtaffen“ startete gleich nach den Sommerferien. Wie immer kommen in dem Projekt mehrere AGs zusammen: Es ist ein Gemeinschaftswerk der Theater-, Bühnenbild-, Licht-und-Ton- sowie der Video-AG. Mehr als 40 Schüler feilen seit letztem Jahr an dem Stück. Dabei wird erneut auf Lichteffekte und Projektionen gesetzt. Und auch an der Verbesserung der Performance wird weiter gearbeitet: „Wir machen immer wieder Workshops am Thalia Theater in Hamburg, zuletzt zum Thema Choreographie“, so Kroder.

Ob die gestrandeten Jugendlichen es schaffen, eine Gesellschaft aufzubauen oder in der totalen Anarchie versinken, erfahren Neugierige ab Sonnabend, 14. März, in der Aula des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums.

Weiter Informationen gibt es im Internet auf Facebook oder auf www.wobogym.de
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erstellt am 10.Mär.2015 | 14:15 Uhr

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