Neues Konzept für das JottZett

Tornescher Jugendzentrum will sich in Zukunft mehr auf ältere Teenager konzentrieren / Zwei neue Mitarbeiter müssen her

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13. Juli 2014, 15:48 Uhr

Frisches Personal, ein neues Konzept und Investitionen für zusätzliche Angebote. Damit will Dieter Krüger das JottZett wieder flott machen. Ein unerschütterlicher Glaube an das Gute in der Politik begleitet den Stadtjugendpfleger und Leiter des Jugendzentrums dabei: „Alle Parteien verstehen unsere Bedürfnisse. Ihre Unterstützung ist uns sicher“, war sein oft wiederholtes Mantra, während er seine Zukunftsideen präsentierte.

Hauptproblem des einladend schönen Zentrums an der Klaus-Groth-Straße: Jüngere Zielgruppen brechen weg. Der zunehmende Ganztagesbetrieb an den Schulen führt dazu, dass dort jetzt der Nachmittagsunterricht Angebote vorrätig hält, mit denen bisher das JottZett bei den Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren punkten konnte, so Krügers Analyse. Damit nicht genug. Um den schulischen Ganztagesbetrieb realisieren zu können, hat die Stadt Fachpersonal vom Jugendzentrum abgezogen. Bis jetzt ist erst ein Neuer da, Markus Libbertz. Dem wächst die Verantwortung besonders an Freitagen über den Kopf, wenn manchmal mehr als 80 Jugendliche die Einrichtung am Brummen halten.

Dieser Andrang ist für Krüger aber auch ein erfreuliches Signal: Als Jugendzentrum werde das JottZett sehr gut angenommen. Deshalb will er das gesamte Programm mehr auf ältere Teenager zuschneiden: „Wir sind schließlich ein Jugend- und kein Kinderzentrum“, lautet seine Devise. Nach den Sommerferien will er der Politik sein neues Konzept schmackhaft machen, denn er braucht dazu mindestens zwei neue Mitarbeiter und auch Geld.

Was ohne größere Investitionen möglich war, sei bereits realisiert worden, und zwar nach den Wünschen der Jugendlichen, die eingehend befragt worden seien, so Krüger. Als Beispiele nannte er den Graffiti-Workshop, WLAN-Verfügbarkeit und eine Playstation mit Großbildleinwand. Auch dem Wunsch der älteren Teenager, das JottZett am Abend für sich allein zu haben, ist entsprochen worden. Teuer könnte der von den Befragten immer wieder geforderte Fitnessraum werden, räumt Krüger ein. Aber mit der richtigen Ausstattung könne der vielseitig nutzbar sein, etwa für das Einstudieren von Tanz- und Musical-Darbietungen.

„Selbstdarstellung auf der Bühne“ ist nach Krügers Erkenntnis ein wichtiges Anliegen der Jugend. Deshalb solle aus dem bisher nur gelegentlichen Musical-Workshop in Absprache mit der Musikfachschaft der Klaus-Groth-Schule ein ständiges Angebot werden. Als Instrukteure sollen Profis mit Bühnenerfahrung die Jugendlichen ins Rampenlicht bringen.

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