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Borstel-Hohenraden : Neues Gewerbegebiet an der A23

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Gemeindevertretung in Borstel-Hohenraden gibt grünes Licht für zwölf Hektar Flächen. Bauplätze für große und kleine Unternehmen.

Borstel-Hohenraden | Die Gemeinde Borstel-Hohenraden bekommt ein neues Gewerbegebiet an der A23 vor den Toren Pinnebergs. Die Kommune will damit der wachsenden Nachfrage nach Gewerbeflächen gerecht werden. Geplant wird schon lange. Nun hat die Gemeindevertretung die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplans am Mittwochabend einstimmig durchgewunken.

Etwa zwölf Hektar stehen auf dem Gelände zur Verfügung, auf dem sich Unternehmen ansiedeln können. Laut Bürgermeister Jürgen Rahn (CDU) hat die Gemeinde bereits genügend Interessenten. Für den Erwerb der Grundstücke hat die Kommune bisher etwa 500.000 Euro ausgegeben. Derzeit wird das Gebiet landwirtschaftlich genutzt. Der Verkehr soll durch eine Zufahrt direkt gegenüber der Autobahnabfahrt Pinneberg-Nord fließen.

Ingenieur Uwe Tiensch stellte den Planungsentwurf mit einer möglichen Verteilung der Flächen vor. Zwischen dem Gewerbegebiet und dem möglichen Wohngebiet soll planmäßig ein Grünstreifen entstehen, der für Lärmschutz- und Entwässerungsmaßnahmen genutzt werden soll. Darüber führt eine Hochspannungstrasse, unter der ohnehin keine Bebauung möglich wäre.

Sowohl größere Unternehmen aus dem Kreis als auch kleinere Betriebe aus dem Ort sollen laut Rahn die Möglichkeit erhalten, die Flächen zu erwerben.

 

Nicht ganz so grün waren sich die Gemeindevertreter, als es um die Ansiedlung eines Nahversorgers oder eines Markttreffs geht. Während sich SPD und FWG einig waren, dass die Firma BBE Handelsberatung eine Standortanalyse vornehmen soll, wollte die CDU vorher mit der AktivRegion ein Dorfentwicklungskonzept auf den Weg zu bringen. Laut Rahn könnten so auch später Fördergelder für ein Dorfgemeinschaftshaus mit Nahversorger über die AktivRegion gewonnen werden. Wiebke Dicks (SPD) entgegnete, dies sei auch mit der Standortanalyse möglich. „Wir wollen Fakten haben. Wir wollen herausfinden, wie realistisch eine Ansiedlung eines Nahversorgers oder die abgespeckte Version als Markttreff überhaupt ist“, sagte Dicks (SPD). Bei der Abstimmung setzten sich SPD und FWG durch, die den Vorstoß eingebracht hatten. Die Analyse soll die Gemeinde voraussichtlich 1500 Euro kosten.

Flüchtlingskoordinatorin hört auf

Ein weiteres Thema war die Ernennung des Ehrenwehrführers. Während der Feier zum 25-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr war Bernd Affeldt zwar schon damit überrascht worden, nun folgte die offizielle Ernennung durch die Gemeindevertreter. Affeldt, der 23 Jahre lang Wehrführer war und die Jugendfeuerwehr ins Leben gerufen hatte, zeigte sich bescheiden: „Ich habe eigentlich nur meine Pflicht getan.“ Nur mit einem tollen Team habe er die Herausforderungen stemmen können.

Verabschiedet wurde die bisherige Flüchtlingskoordinatorin Wiebke Ewert. Aus beruflichen Gründen hat sie nicht mehr genug Zeit für die Erfüllung der Aufgabe. Rahn würdigte das Engagement: „Sie haben echte Pionierarbeit geleistet.“ Ihr folgt Gerd Seidler, der die Aufgabe aber zunächst probeweise für vier Wochen übernehmen will. Britta Jasper, die sich übergangsweise um die Flüchtlinge gekümmert hatte, sagte, dass angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen dringend weitere Helfer gebraucht werden. Den Kern der Helfer bildeten derzeit lediglich sechs Personen.

Eine Schweigeminute legten die Gemeindevertreter für Karl-Heinz Kopp ein, der am 2. September verstorben war. Kopp war unter anderem als stellvertretender Bürgermeister zwischen den Jahren 1982 und 1986 in der Gemeinde aktiv. Er gehörte von 1978 bis 1986 der Gemeindevertretung an.

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erstellt am 02.Okt.2015 | 16:00 Uhr

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