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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 05:54 Uhr

Neues Gesicht fürs Museum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Dauerausstellung im Baumschulmuseum wird morgen nach Umgestaltung wieder öffnet

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Das Pinneberger Baumschulland prägt die gesamte Region. Heike
Meyer-Schoppa ist fasziniert von der Kulturlandschaft und ihrem Einfluss auf ihre Bewohner. Kein Wunder also, dass die promovierte Historikerin bereitwillig die ehrenamtliche Leitung des Baumschulmuseums von Hildegard Lunau übernommen hat. Nach einer Inventur haben Meyer-Schoppa und ihr Team die Dauerausstellung in der Halstenbeker Straße 29 nun neu strukturiert. Morgen feiert das Museum ab 14 Uhr die Neueröffnung.

„Wir wollten weg vom Konzept einer Sammlung von Exponaten und ein stärkeres Gewicht auf die Präsentation der Zusammenhänge legen“, erläutert Meyer-Schoppa die Überlegungen. Die Mitarbeiter reduzierten daher die Zahl der Ausstellungsstücke deutlich. Die Leiterin betont: „Es gab viele schwierige Entscheidungen.“ Letztlich trage das Museum nun aber der veränderten Besucherstruktur Rechnung. „Früher waren viele Fachleute da, die haben sich gefreut, wenn sie fünf verschiedene Eggen nebeneinander gesehen haben“, sagt Meyer-Schoppa. Mittlerweile kämen viele Kitas und Schulklassen, denen man zunächst vermitteln müsse, wie der Betrieb in einer Baumschule eigentlich abläuft. Jeder der sechs ehrenamtlichen Mitarbeiter hat daher seit sechs Wochen mindestens zwei Tage die Woche im Museum verbracht. Eine Liebhaberarbeit. Denn das Museum kann zwar aus einem reichen Schatz an Exponaten schöpfen – finanziell ist der Betrieb aber auch Kante genäht. „Wir finanzieren uns nur über Spenden“, so Meyer-Schoppa.

Doch der Einsatz hat sich gelohnt. Die neue Ausstellung zeigt anschaulich den Weg der Pflanzen vom Samen bis zum Versand aus Pinneberg in die ganze Welt. Im Außenbeet können sich die Besucher in Zukunft selbst am Verschulen mit dem Spaten versuchen. Bei dieser grundlegenden Technik des Baumschulwesens werden die jungen Pflanzen mehrfach umgesetzt. Dadurch bildet sich ein kompaktes Wurzelwerk, dass es überhaupt ermöglicht, die Gewächse später auszugraben und weiterzuverkaufen. Auch die Bedeutung von Bäumen und Sträuchern im Kampf gegen die Bodenerosion wird deutlich gemacht. Eindrucksvoll: Meterhohe Verpackungsmaschinen, in denen die Pflanzen zum Versand in Strohpakete eingewickelt werden können. Unter der Rubrik „Pflege der Kulturen“ macht die Ausstellung deutlich, dass es dabei nicht nur um das Verspritzen von Chemikalien geht. „Gerade Obstbäume müssen sorgfältig zurechtgeschnitten werden“, so Meyer-Schoppa. Ihr nächstes Ziel: Das Archiv des Museums muss in Ordnung gebracht werden.

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