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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 22:31 Uhr

Pinneberg : Neues Führungsduo am Hafen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Amtsantritt: Thomas Zylla ist seit 1. Januar stellvertretender Leiter des Kommunalen Servicebetriebs Pinneberg.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Grauer Anzug. Krawatte. Ruhiges Auftreten. Thomas Zylla kommt seriös rüber. Typ Kaufmann. Kein Wunder. Eben diesen Beruf hat er gelernt, der neue stellvertretende Chef des Kommunalen Servicebetriebs Pinneberg (KSP), zu dem der Bauhof gehört. Zylla ist Nachfolger von Thorsten Backhaus. Darf sich Kaufmännischer Leiter nennen. Ein neuer Herr der Zahlen auf dem Betriebsgelände am Hafen.

Im Gespräch wird sofort klar: Mit Thorsten Zylla konnte Werkleiter Jan Gawryluk am 1. Januar einen Kollegen begrüßen, der Wert auf Bodenständigkeit legt. Einen, der die Sprache der Mitarbeiter spricht. Und jeden Einzelnen von ihnen wertschätzt. Die Vita des 40-Jährigen erklärt das. Einer Ausbildung bei einem großen Einzelhändler in Elmshorn ließ der gebürtige Schlesier das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg folgen. Erst 1997, mit Berufserfahrung im Gepäck, ging es an die Nordakademie. Seit 2001 darf sich der in Kölln-Reisiek lebende Zylla Diplom-Ingenieur nennen.

Gawryluk hat es hinbekommen, die Stelle des abgewanderten Thorsten Backhaus ohne Verzug neu zu besetzten. An Interessenten fehlte es ihm nicht: "Wir hatten 30 Bewerbungen", so der KSP-Chef. Zylla, der in den vergangenen drei Jahren bei einem Unternehmen in Itzehoe gearbeitet hat, fühlte sich am Hafen offenbar sofort wohl: "Während des Bewerbungsgesprächs war zu spüren, dass in diesem Betrieb eine gute Atmosphäre herrscht", sagt er. Das habe ihn, der gern wieder im Kreis Pinneberg arbeiten wollte, überzeugt. Was er für ein Typ sei? "Ich bin empathisch, will Menschen spüren", so der 40-Jährige, der sich im Vorstand der katholischen Kirche in Elmshorn engagiert. Mitarbeiter seien für ihn nicht in erster Linie Kostenfaktoren, sondern ein Gut. Ein Wert. Seine eigene Rolle werde er immer hinterfragen: "Man muss sein Handeln auch als Führungskraft stets reflektieren", so Zylla. Er setze zudem auf "eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Politik und Fachbereichen im Rathaus".

Sechs Monate Probezeit liegen vor dem Diplom-Kaufmann aus Kölln-Reisiek, der privat gern Joggen geht und sich als "leidenschaftlichen Vater" von Veronica (11) und Dominic (9) beschreibt. Nach der Einarbeitung werde er sich technische und kaufmännische Prozesse beim KSP genau anschauen. Es gelte, Einsparpotenziale aufzuzeigen und Abläufe zu optimieren, so Zylla. "Wir wollen den Servicegedanken weiter in den Vordergrund rücken und die Existenz des KSP sichern", ergänzt Gawryluk, der Mitte 2014 in den Ruhestand gehen könnte, aber wohl noch einige Monate dranhängen wird.

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