Er hat die Umwelt immer im Blick : Neuer Umweltbeauftragter der Gemeinde Halstenbek

„Ich mag den ständigen Wechsel zwischen Büro und Vor-Ort-Terminen“, sagt Rodion Wohlleben, Umweltschutzbeauftragter in Halstenbek.
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„Ich mag den ständigen Wechsel zwischen Büro und Vor-Ort-Terminen“, sagt Rodion Wohlleben, Umweltschutzbeauftragter in Halstenbek.

Rodion Wohlleben ist seit Kurzem Umweltschutzbeauftragter der Gemeinde Halstenbek. Sein Aufgabengebiet ist vielfältig.

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07. Juli 2015, 17:00 Uhr

Halstenbek | „Einerseits sind wir eine idyllische Gemeinde im Grünen, andererseits auch Teil eines Ballungsraumes“, sagt Rodion Wohlleben. Diese Gegensätze unter einen Hut zu bringen, ist eines der zentralen Anliegen des Umweltschutzbeauftragten der Gemeinde Halstenbek. Der 46-Jährige arbeitet inzwischen seit fünf Monaten im Halstenbeker Rathaus. Baumfällungen prüfen und genehmigen, wegen Pflanzen auftretende Nachbarschaftsstreitigkeiten beilegen, Ausgleichsmaßnahmen vorbereiten, Bauvorhaben naturschutzrechtlich begleiten, Sitzungen des Landschaft- und Umweltausschusses vorbereiten und protokollieren, den Kontakt zur Politik halten: Wohllebens Aufgabengebiet ist groß und abwechslungsreich.

Der typische „Bürohengst“ ist der gelernte Landschaftsarchitekt nicht. Das belegen schon seine Hobbys Windsurfen und Radfahren. „Ich mag den ständigen Wechsel zwischen Büro und Vor-Ort-Terminen“, berichtet der in Hamburg-Sülldorf lebende Vater dreier Kinder. Spontanität und Arbeit an der frischen Luft sind ihm wichtig und der Job des Umweltschutzbeauftragten deshalb geradezu ideal. Schließlich dürfe er nicht lange zögern, wenn sich Bürger melden, weil sie befürchten, dass schützenswerte Bäume oder Pflanzen beschädigt oder beseitigt werden. „Langes Warten würde bedeuten, dass nichts mehr zu retten sei“, erklärt Wohlleben.

Er sieht sich allerdings nicht als Halstenbeker Umweltpolizei. „Ich halte mehr davon, mich mit den Betroffenen auszutauschen und auf den gesunden Menschenverstand zu setzen“, sagt er. Dann sei meistens eine größere Bereitschaft da, auf sein Anliegen einzugehen. Ist allerdings keine Einsicht zu erwarten, weist Wohlleben deutlich darauf hin, wenn gegen geltendes Recht verstoßen wird und eine Ordnungswidrigkeit vorliegt. Viel von seiner Zeit nimmt der Krupunder See in Anspruch. „Dort müssen Naturschutz und Naherholung miteinander vereint werden“, sagt Wohlleben. Angelverein, Bürgerinitiative, Naturschutzbund – viele Gruppen bemühen sich um Erhalt und Pflege des Gebietes. Nicht alle haben die gleichen Ziele. Momentan stehe der Naturschutz klar an erster Stelle, betont der Umweltbeauftragte. Er erwartet allerdings in den kommenden Jahren weitere Diskussionen über die zukünftige Nutzung des Krupunder Sees.

Kurzfristig geht es in der Gemeinde darum, ob mit der Düpenau-Niederung ein Teil Halstenbeks in den bestehenden Regionalpark Wedeler Au integriert und damit Teil eines größeren Naherholungsgebietes wird. Die Entscheidung darüber treffe die Politik. Er selbst will vor allem dazu beitragen, dass Halstenbek auch in Zukunft eine idyllische Gemeinde im Grünen bleibt und trotz allem von der Entwicklung der Metropolregion profitiert.

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