Rückzugsort und Ruhezone : Neuer Steingarten für das Johannes Hospiz in Elmshorn

Zur Eröffnung kamen etwa 100 Besucher, darunter sehr viele Angehörige von verstorbenen Hospiz-Bewohnern.
Zur Eröffnung kamen etwa 100 Besucher, darunter sehr viele Angehörige von verstorbenen Hospiz-Bewohnern.

Rückzugsort für Hospiz-Gäste und ihre Besucher auf dem Gelände der Regio-Klinik eröffnet. Ermöglicht durch 70.000 Euro Spenden.

shz.de von
25. Juni 2018, 10:10 Uhr

Elmshorn | Rückzugsort und Ruhezone: Der neue Steingarten am Johannis Hospiz auf dem Gelände der Regio-Klinik Elmshorn bietet seinen Gästen und deren Angehörigen ab sofort einen geschützten Raum – und ergänzt die bestehenden Flächen ideal. Am Freitag wurde der Steingarten im Beisein von etwa 100 Gästen feierlich eröffnet. „Das Engagement der Spender hat uns regelrecht die Sprache verschlagen“, sagt Hospiz-Mitarbeiterin Kerstin Glaubitz sichtlich bewegt. Sie sprach die Grußworte stellvertretend für Leiterin Doreen Welack, die nicht anwesend sein konnte. „Der Zuspruch und die Bereitschaft, mit individuellen Mitteln den Bau unseres Steingartens zu unterstützen beziehungsweise überhaupt erst zu ermöglichen, waren einfach umwerfend.“

Ziegel mit Namen früherer Gäste

Die 70.000 Euro, die Unternehmen, Fördervereine und Privatpersonen aus der Region spendeten, setzen sich aus Sachspenden wie Holz, Steine, Kies und Pflanzen sowie vielen Geldspenden zusammen. „Vor allem Angehörige und Familien früherer Gäste haben uns hierbei mit Kondolenzspenden bedacht“, so Glaubitz weiter. Diese Familien haben während der Eröffnungsfeierlichkeit eine besondere Aufmerksamkeit erfahren. Das Ziegelwerk Blomesche Wildnis aus Glückstadt spendet Ziegel, auf denen die Namen der früheren Gäste eingraviert sind. Diese Ziegel haben bei der Eröffnung einen Platz rund um einen alten Baum in dem 350 Quadratmeter großen Garten gefunden.

Der neue Steingarten ist nach japanischem Vorbild entworfen. Anordnung und Auswahl der Materialien und Pflanzen sind entsprechend detailliert geplant. „Als geschützter Raum mit versteckten Ecken und Ruhezonen ist er essentiell für unsere Gäste und ihre Familien, um die Natur genießen zu können, um zu trauern, einfach sein zu können oder Kraft zu sammeln“, erklärt Glaubitz, die maßgeblich das Projekt begleitet hat.

Vorher eine einfache Wiese

„Vorher war an dem Platz, wo sich jetzt der neue Steingarten mit Wasserlauf und immergrünen Pflanzen befindet, eine einfache Wiese, die nicht genutzt wurde. Der Garten ist unter der Leitung von Christian Bahl von der Firma Gärtner von Eden und mit Unterstützung seiner Lieferanten und unserer Fördervereine Lebens:zeit Elmshorn und Hospiz Pinneberg gewachsen.

Ein besonderer Dank ging auch an die drei Auszubildenden von Christian Bahl, die vor Ort das Konzept in die Tat umsetzten. Sie wurden mit einem Präsent bedacht und eröffneten den Zugang zum Garten offiziell.

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