Neuer Notenrekord am WoBo

Feier zwischen Sportgerät: Die Abiturienten und ihre Gäste nahmen in der Turnhalle der Schule Platz.
Foto:
1 von 2
Feier zwischen Sportgerät: Die Abiturienten und ihre Gäste nahmen in der Turnhalle der Schule Platz.

Abi am Halstenbeker Gymnasiums: Schnitt liegt bei 2,2 / 33 Mal die 1 vor dem Komma / Motto: Abi heute – Käpt’n morgen

shz.de von
30. Juni 2014, 16:00 Uhr

Das Drumherum war nicht ganz so, wie sich der Abi-Jahrgang 2014 den Abschied vom Wolfgang-Borchert-Gymnasium gewünscht hätte. Eigentlich sei ihnen versprochen worden, die Ersten zu sein, die ihre Zeugnisse in der neuen Aula bekommen, rieb Carolin Dominka ihren Zuhörern in der Sporthalle unter die Nase. „Stattdessen sitzen wir hier zwischen ausgefransten Schaumstoffmatten und anderen Foltergeräten.“ Einigen von ihnen sei zudem die Schule „unterm Hintern abgerissen“ worden, legte sie nach.

Andererseits ließen sich weder die 95 Abiturienten noch die Schulleitung vom Ambiente der Halle davon abhalten, die Zeugnisübergabe zwischen Basketball-Körben und Kletterwänden zu einem eindrucksvollen, zugleich feierlichen und unterhaltsamen Ereignis zu machen.

Schulleiter Karsten Schneegaß und vor allem die beiden Jahrgangsvertreter Dominka und Maximilian Wagner entfachten in ihren Reden ein wahres Feuerwerk geistreicher Pointen. Daneben wurde auf der Bühne noch einmal der Musical-Erfolg „Aspiralz – mehr Schrein als Sein“ lebendig, den die Schüler in ihrem letzten Jahr am Gymnasium erdacht, produziert und auf die Bühne gebracht hatten.

Für witzige Anspielungen sorgte bereits das Motto, unter welches der Jahrgang seinen Abgang stellte: „Abi heute, Käpt’n morgen“. Damit machten sie einerseits recht optimistisch klar, wohin die Reise des Erfolgs als nächstes gehen sollte, und brachten damit den Run „Captain Morgan“ ins Spiel.

Schneegaß warnte deshalb die Eltern der jungen Leute schon mal augenzwinkernd, dass sie ihre Kinder in der nächsten Zeit noch seltener zu Gesicht bekommen werden als während der zurückliegenden Prüfungsphase: Die müssen ab jetzt die Nächte durchfeiern und brauchen die Tage zum Ausschlafen, orakelte er.

Um ihre Zukunft brauche man sich dennoch keine Sorgen machen, versicherte der Schulleiter nach der Aufzählung ihrer beeindruckenden Leistungen sowohl im Unterricht als auch in vielen anderen Bereichen, in denen sich der Jahrgang hervorragend engagiert habe: „Das, wozu Sie Lust hatten, haben Sie immer gut geschafft“, war seine verschmitzte Zusammenfassung. Wie viel sie geleistet haben, dokumentieren die Zeugnisse, mit denen die Schule die Leistungen der jungen Leute quittierte: Viermal das bestmögliche Ergebnis, 1,0. Insgesamt gab es die „1“ vor dem Komma 33 Mal. Mit einem Notendurchschnitt von 2,20 war dies nach den Worten des Schulleiters der beste Jahrgang in der Geschichte der Schule.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen