Kunstrasen : Neuer Anlauf für den VfL-Hockeyplatz

Seit sieben Jahren kämpft der VfL für einen Kunstrasenplatz für die Hockeyabteilung – bislang vergeblich.
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Seit sieben Jahren kämpft der VfL für einen Kunstrasenplatz für die Hockeyabteilung – bislang vergeblich.

Lärmschutzgutachten in Auftrag gegeben. Gelände An der Raa.

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26. November 2016, 15:00 Uhr

Pinneberg | Die nicht enden wollende Geschichte um den geplanten Kunstrasenplatz für die Hockeyabteilung des VfL Pinneberg wird um ein weiteres Kapitel ergänzt: Die Ratsherren und -frauen stimmten am Donnerstagabend dafür, ein Lärmschutzgutachten in Auftrag zu geben. 10.000 bis 15.000 Euro sollen im Rahmen des Budgets des Jahres 2016 bereitgestellt und die vorläufig ermittelten Ausgleichskosten von 100.000 Euro im Haushaltsentwurf 2017 veranschlagt werden. Die CDU setzte sich durch, die 100.000 Euro mit einem Sperrvermerk zu versehen.

Die Verantwortlichen des VfL Pinneberg, die zu Gast in der Ratsversammlung waren, äußerten sich zurückhaltend, wohl auch, weil das Thema seit sieben Jahren in „allen Facetten“ bekannt sei, wie der VfL der Politik in einem öffentlichen Schreiben mitteilte. Von Seiten der Verwaltung seien weitestgehend dieselben Strukturen und Personen involviert.

„Es ist eine gute und wichtige Entscheidung“, sagte gestern VfL-Geschäftsführer Uwe Hönke auf Anfrage. Es besage aber nur, dass ein weiterer Gutachter die Arbeit aufnehmen kann, um aufzuklären, ob und wie dieser Standort überhaupt nutzbar und geeignet ist. „Ob das zu irgendetwas führt, wird man dann sehen“, so Hönke. Das Areal, das schon einmal als Standort vorgeschlagen wurde, befindet sich auf dem Sport- und Freizeitgelände An der Raa, hinter der Kegelbahn in Richtung Hogenkamp und unmittelbar neben der Kampfbahn B. Für die Baukosten will der VfL selbst 300.000 Euro investieren.

„Wir werden der Sache nicht entgegenstehen“, sagte Herbert Hoffmann (SPD). Für die letzten sieben Jahre sei man nicht verantwortlich. „In diesen Jahren hat sich die Verwaltung nicht mit Ruhm bekleckert“, sagte Joachim Dreher (Grüne und Unabhängige). „Schuldzuweisungen helfen nicht“, sagte Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk (CDU).

Die Bürgernahen stimmten indes dagegen: „Es ist ein Fass ohne Boden, und es gibt zu viele Unwägbarkeiten“, sagte Ratsherr Uwe Lange (Die Bürgernahen) gestern auf Anfrage. In der Vorlage weist die Verwaltung bereits auf Risiken hin, die das Projekt zu Fall bringen könnten. So könnte die Untere Naturschutzbehörde aufgrund der erstellten Detailplanung die Umsetzung an diesem Standort versagen.

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