Fähre Kronsnest : Neuendorf: Kartoffeltag mit ganz viel Nostalgie

Fähre Kronsnest zeigt, wie es früher zuging / Kürbistag am 3. Oktober

23-59954052.jpg von
09. September 2019, 16:00 Uhr

Neuendorf | Kartoffeln sind lecker. Und gesund. Und ein Touristenmagnet. Ein Touristenmagnet? Ja, zumindest in Kombination mit der Fähre Kronsnest. Gestern stand der Kartoffeltag auf dem Fähr-Programm. Und wie immer, wenn das Wetter mitspielt, strömten Hunderte Gäste an das malerisch gelegene Areal an der Krückau. Das „Sööte Eck“ war schon zur Mittagszeit derart umlagern, dass sich lange Schlangen bildeten. Kulinarischer Renner des Tages: Backkartoffel mit Fährmannsdip.

Bereits 1576 wurde die Fähre Kronsnest erstmals nachweislich erwähnt. Ganz so alt ist der aktuelle Fährkahn natürlich nicht. Im November 1992 lief die „Hol över“ vom Stapel. Gebaut wurde das hölzerne Gefährt von der Werft Hatecke in Freiburg an der Elbe. Jährlich nutzen etwa 7000 Personen die Querung der „Bundeswasserstraße Krückau“ als Höhepunkt von Wanderungen oder Radtouren durch die Marsch. Die Idee, die Fähre wiederzubeleben, entstand Ende der 80er Jahre im Rahmen der Neuendorfer Dorferneuerung. 1992 gründete sich jener Trägerverein, der bis heute Garant für den Erhalt der „Hol Över“ ist.

Geöffnet hatte am Kartoffeltag auch das kleine Fährmuseum auf Neuendorfer Uferseite. Der Stöpenkieker zeigt noch bis zum Saisonabschluss am 3. Oktober, wie zu Großvaters Zeiten eingekauft wurde. Gleich links hinter dem Eingang werden die Besucher von „Tante Emma“ höchstpersönlich in Empfang genommen. Und in den Regalen finden sich Marken wieder, die einst Weltruf genossen haben und heute fast vergessen sind. Ein Thementag steht in diesem Jahr noch auf dem Programm. Am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, beendet der Kürbistag den Fährsommer.

www.faehre-kronsnest.de

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen