Neue Sensoren, neues Gerät

Im Kreis Pinneberg gibt es sieben Starenkästen.
Im Kreis Pinneberg gibt es sieben Starenkästen.

Sieben fest installierte Blitzer im Kreis Pinneberg / Technik für mobile Messung erneuert

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13. Februar 2018, 10:00 Uhr

Sieben festinstallierte Starenkästen gibt es derzeit im Kreis Pinneberg und sie alle sind jetzt wieder in Betrieb. Dies war nicht immer so, denn sowohl in Heede als auch in Bokholt-Hanredder sanierte der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein die Fahrbahnen, sodass die dortigen Blitzer einige Zeit ausgeschaltet waren. Doch mit dem Ende der Sanierungsarbeiten erfolgte auch das Einsetzen neuer Sensoren in die Fahrbahndecke – Fahrer, die dort zu schnell fahren, können wieder geblitzt werden. Dies geht aus einer Ausschussvorlage für die Kreistagspolitiker hervor, die der Fachdienst Straßenbau- und Verkehrssicherheit der Pinneberger Kreisverwaltung erstellt hat.

2017 wurden durch die festinstallierten Blitzer insgesamt 3212 Fahrer dabei erwischt, dass sie zu schnell unterwegs waren. 88-mal war die ermittelte Geschwindigkeit sogar so hoch, dass es im Anschluss zu einem Fahrverbot kam. Die meisten derartigen Verstöße erfasste dabei der Starenkasten an der Bundesstraße 4 in Bilsen. 46-mal wurde ein Raser dazu aufgefordert, seinen Führerschein abzugeben, nachdem er den Blitzer in Bilsen passiert hatte. In Bokholt-Hanredder und Heidgraben wurden keine derartig hohen Geschwindigkeisüberschreitungen gemessen.

Die stationäre Anlage, die 2017 insgesamt die meisten Geschwindigkeitsverstöße gemessen hatte, ist der Blitzer in Schenefeld – bei ihm handelt es sich allerdings nicht um einen Starenkasten. Er löste 615-mal aus, der schnellste Fahrer überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern um 61, war also mit einem Tempo von 111 Kilometern pro Stunde unterwegs.

Im Kreis Pinneberg werden Temposünder jedoch nicht nur von stationären Anlagen erwischt, sondern auch mit mobilen Geschwindigkeitsmessungen, die als Gemeinschaftsprojekt von Mitarbeitern der Kreisverwaltung und Polizisten erfolgt.

Für dieses Gemeinschaftsprojekt gab es vor wenigen Tagen neues Material: Da eine im Jahr 2008 angeschaffte Messanlage inzwischen an Qualität eingebüßt hatte, entschied der Kreistag im Dezember 2016 , sowohl eine neue Anlage als auch ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Seit dem 7. Dezember 2017 ist die neue Anlage im Einsatz. Das neue Fahrzeug, ein Volkswagen T6, wurde am 29. Januar dieses Jahres geliefert – seit dem 30. Januar sind jetzt sowohl Messanlage als auch Fahrzeug im Einsatz. Bisher wird aber mit den neuen Geräten nur die zufließende Fahrbahnrichtung gemessen. Erst wenn die Einarbeitung mit der neuen Messtechnik abgeschlossen ist, messen die Mitarbeiter die Gegenseite.

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