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Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 01:08 Uhr

Rellingen : Neue Schulküche für 62 .000 Euro

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Gemeinde investiert kräftig in die Erich Kästner Schule. Nun gibt es an allen drei Grundschulen warmes Mittagessen.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2013 | 16:00 Uhr

„Gestern Abend auf dem Ball tanzte Herr von Zwiebel mit der Frau von Petersil“, sangen Benedikt (8) und Patricia (8) zur Klavierbegleitung. Nach dem Motto „Ohrenschmaus vor Gaumenschmaus“ stimmten sie auf die Einweihung der Schulküche an der Erich Kästner Grundschule ein.

Die Küche präsentiert sich in hellen hohen Räumen und cremefarbener Optik, abgerundet von zwei Pettersson und Findus-Bildern. „Ich freue mich, dass sie alle gekommen sind, um diese wunderbare Lehrküche zu bestaunen“, freute sich Schulleiterin Ulrike Ulfig. Gemeinsam mit Vertretern von Gemeinde, dem Betreuungsteam und dem Leiter des Gebäudemanagements Frank Reißner stieß sie auf die Räume an. Gleichzeitig äußerte die Schulleiterin den Wunsch, „dass noch viele Kinder – in Zeiten von Fastfood-Ernährung“ – Essen und Atmosphäre genießen können.

Die Gemeinde stellte für die Küche 62 000 Euro zur Verfügung. In der Summe enthalten sind sowohl die Kosten für Umbau als auch Elektrogeräte, Heizung, Decke und Bodenbelag. Die Summe umfasst Kosten in Höhe von 24 000 Euro für Tische, Stühle, Elektrogeräte und Geschirr.

„Es ist heute nichts selbstverständlich, dass Kinder ein warmes Mittagessen bekommen“, betonte Bürgermeisterin Anja Radtke. Sie wies daraufhin, dass bereits in 2012 eine ähnliche Küche in der Gebrüder-Grimm-Schule eröffnet wurde. „Wir können den Schülern nun an allen drei Grundschulen ein warmes Essen bieten“, so Radtke.

Mit historischen Details bereicherte Ulfig die Zeremonie. Die erste Küche an der Kästner Grundschule wurde am 3. September, vor fast 62 Jahren, eingeweiht. Damals lieferten die Norddeutschen Werkstätten aus Ratzeburg die Einrichtung. Sie bestand aus Gasherden, Tischen, Stühlen und Geschirrschränken. „Die Gemeinde hat wirklich nicht gespart. Es wird einem das Herz weit, wenn man durch die hellen Räume und Flure schreitet“, ist in der Chronik zu lesen. Nach den Herbstferien 1951 konnte der Kochunterricht für die älteren Mädchen wieder aufgenommen werden.

„Die Räume wurden lange und intensiv genutzt“, erinnerte Ulfig. Moderne Haushaltsgeräte – wie Mikrowellenherd und Geschirrspüler – waren damals noch nicht vorhanden. „Obgleich die erste Geschirrspülmaschine schon 1886 von einer reichen Amerikanerin erfunden wurde, weil sie sich darüber ärgerte, dass das Personal beim Abwaschen so viel Geschirr zerschlug“, wusste die Schulleiterin zu berichten. Nach intensiver Nutzung entstand der Wunsch nach neuen Räumen. „Wenn ich mich heute in der edlen, praktischen Lehrküche umschaue, kann ich mir nicht vorstellen, dass man diese in 60 Jahren toppen kann“, beendete Ulfig ihren Rückblick.

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