Pläne für Thesdorf abgesegnet : Neue Schulbauten für mehr als 30 Millionen Euro

So könnte der Ersatzbau für die Grundschule in Thesdorf aussehen.
So könnte der Ersatzbau für die Grundschule in Thesdorf aussehen. Grafik: iwb ingenieurgesellschaft mbH

Der Ausschuss winkt die Pläne für Grund- und Gemeinschaftsschule sowie Grundschule durch.

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13. September 2019, 14:00 Uhr

Pinneberg | Der Schulausschuss der Stadt Pinneberg hat am Mittwochabend den Neubau des Grundschulgebäudes an der Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental (GuGs) und der Grundschule Thesdorf beschlossen. 17,3 Millionen Euro soll der Neubau im Quellental, 16,18 Millionen die Grundschule Thesdorf kosten.

So soll es mal aussehen: Das Grundschulgebäude (links) wird neu gebaut und auch eine neue Hofbebauung (hinten rechts) entsteht an der Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental.
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So soll es mal aussehen: Das Grundschulgebäude (links) wird neu gebaut und auch eine neue Hofbebauung (hinten rechts) entsteht an der Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental. Grafik: agn
 

„Wir sind vom Entwurf und seiner Darstellung begeistert. Wir würden uns dem nicht entgegenstellen“, kommentierte Gerhard Bode (CDU) die Planungen für die GuGs. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Angela Traboldt sagte: „Wir haben keine Fragen mehr und würden uns freuen, wenn es für die GuGs vorangeht. Wir hoffen, dass es zeitlich umzusetzen ist und wir Handwerker finden.“

Probleme beim Finden von Handwerkern

Beide Planungsbüros hatten auf die Marktlage verwiesen, in der es derzeit schwer sei, Handwerker zu finden. „Wir sind auch sehr überzeugt von den Plänen“, sagte die Ausschussvorsitzende Ulrike Graefen (Grüne & Unabhängige) für ihre Fraktion. Wenige Minuten später gab es für die Planungen der Grundschule Thesdorf fast die gleichen Formulierungen. Der Schulausschuss stimmte jeweils einstimmig für die Umsetzung. Die Arbeiten im Quellental sollen, wenn der Zeitplan eingehalten werden kann, am 1. Juli 2024 abgeschlossen werden. Schlüsselübergabe in Thesdorf soll im Dezember 2022 sein. Die Planung hänge aber vom Bebauungsplan-Beschluss ab.

Finanzierung steht noch nicht

„Die Finanzierung steht noch nicht“, warnte Pinnebergs Stadtrat Stephan Bohlen. Montag sei die Verwaltung zu Gesprächen im Innenministerium (wir berichteten). „Wir haben Hausaufgaben für die Korrektur des Nachtragshaushalts.“ Traboldt sagte: „Es kann nicht sein, dass wir den Schulbau planen und jetzt kalte Füße bekommen, weil das Land Druck aufbaut. Wir tun etwas für die Stadt Pinneberg und die Schullandschaft und das ist vorrangig.“ Joachim Dreher (Grüne & Unabhängige) war sich sicher: „Unter den jetzigen Konditionen zwischen der Stadt Pinneberg und dem Innenministerium in Kiel werden wir nicht alles durchkriegen. Kiel muss die Notwendigkeit erkennen. Es muss auch klargemacht werden, dass wir in den letzten Jahren unsere Kredite selten ausgeschöpft haben.“

Natalina di Racca-Boenigk (CDU) fand die Finanzdiskussion unpassend:

Es war ein schöner Redebeitrag. Der gehört aber nicht hierher. Wir sind der Schulausschuss, der Fachausschuss. Wir entscheiden rein fachlich. Wir können auch 20 Millionen Euro verpulvern. Natalina di Racca-Boenigk (CDU)
 

Traboldt stimmte zu: „Wir wollen ein Signal nach draußen geben, dass die Stadt Pinneberg in Schulbau investiert und Eltern nicht in der Unsicherheit lassen.“ „Wir stehen alle hinter dem Projekt. Wir werden Montag alles dafür tun, dass wir die Genehmigung erhalten“, sage Bohlen.

„Ich bin froh, dass es in die richtige Richtung geht. Auch wenn es nur ein Teilschritt ist, ist es ein schönes Signal, dass es weitergeht“, sagte Thomas Gerdes, Schulleiter der GuGs. „Wir freuen uns, dass sie diese Entscheidung getroffen haben und sich die harte Arbeit auszahlt“, sagte Tanja Krohn, Leiterin der Grundschule Thesdorf.

Um Erlass bemühen

Bode hatte bei seinen Recherchen herausgefunden, dass Pinneberg noch Kredite für den Neubau der GuGs aus dem Jahre 1958 abzahlt. „Wir sollten uns um den Erlass der Kredite bemühen“, schlug er vor. Ob die Kredite wirklich noch bedient werden, konnte die Verwaltung nicht klären. Axel Hedergott, stellvertretender Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Sport, sagte dazu: „Ich weiß von dem Antrag von Herrn Bode seit heute Vormittag und konnte noch keine Kredite aus dem Jahr 1958 finden.“

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