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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 05:33 Uhr

Neue Regeln fürs Gemeindehaus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Entgeltordnung Wer die Räumlichkeiten anmietet, muss künftig dafür bezahlen / Gefeiert werden darf nur noch bis 20 Uhr

Nachdem sich mehrere Nachbarn in der vergangenen Zeit über Lärm aus dem Gemeindezentrum bis in die späte Nacht hinein beschwert hatten, zog die Gemeinde Tangstedt nun die Konsequenzen. Wie berichtet, soll mit einer neuen Entgeltordnung geregelt werden, wer das Gemeindezentrum im Brummerackerweg wann und wie nutzen kann.

Nach der neuen Regelung stellt die Gemeinde Tangstedt Räumlichkeiten des Gemeindezentrums und die Sporthalle Bürgern sowie Vereinen und Verbänden zur Verfügung. Bei der Anmeldung muss verbindlich die Anzahl der Nutzer mitgeteilt werden und vertraglich abgeschlossen werden.


Mieter muss für Ruhe sorgen


Im Vorwege wurde in der Entgeltordnung eine maximale Personenanzahl von 80 Gästen festgelegt. Diesem widersprach jedoch die CDU-Fraktion. Vor allem gehe es nicht nur um die private Nutzung der Räumlichkeiten. „Wir sprechen hier von einer variablen Personenanzahl zwischen 80 und 800“, sagte Hermann Ahrens. Dabei meinte er den jährlich stattfindenden Lumpenball sowie das Oktoberfest. „Die maximale Anzahl an Besuchern ist in der jeweiligen Genehmigung enthalten“, erklärte er weiter.

Die private Nutzung der Räumlichkeiten ist außerdem bis 20 Uhr begrenzt. „Der Mieter verpflichtet sich, seine Gäste dazu anzuhalten, außerhalb des Hauses keinen Lärm zu verursachen“, heißt es in der Entgeltordnung.

Die Gemeinde schließt mit dem Mieter eine Nutzungsvereinbarung ab. Dabei werden die überlassenen Räume sowie die Personenanzahl festgelegt. Der Verantwortliche habe als Erster die Einrichtung zu betreten und dürfe sie erst als Letzter verlassen. Außerdem ist auch das Abstellen von Fahrrädern in den Räumlichkeiten sowie im Eingangsbereich nicht erlaubt. Die Räume sind aufgeräumt und gereinigt zu übergeben, legt das Schriftstück weiter fest.

Auch eine Nutzungsgebühr ist in der Entgeltordnung festgehalten. Dabei sahen die Ausschussmitglieder jedoch noch Änderungsbedarf. „Das Amt hat gesagt, dass die Preise zu günstig seien“, erklärte Ausschussvorsitzende Tina Pechan (CDU). Ursprünglich war eine 50-Euro-Tagespauschale für die jeweilige Nutzung des Seniorentreffs und des Sitzungsraumes vorgesehen. „Unser Vorschlag wäre, ab vier Stunden eine Staffelung einzubauen“, sagte Pechan weiter. Ab vier Stunden sollen nun 75 Euro anfallen.

Die Nutzung der Sporthalle beträgt 30 Euro pro Stunde. Wer das gesamte Gemeindezentrum mieten möchte, muss künftig 100 Euro Tagespauschale zahlen. Hinzu kommt ebenfalls eine Pauschale für die Energiekosten. Diese fallen jedoch lediglich bei musikalischen Großveranstaltungen an. „Wir können nicht vom Kaninchenverein die gleichen Kosten verlangen, wie für den Lumpenball“, sagte Bürgermeisterin Henriette Krohn. Bei dem Lumpenball sei der Stromverbrauch sehr viel höher. „Das wäre unfair.“ Gemeinnützige Vereine sowie die Kirche können die Räumlichkeiten, wie bisher, kostenlos nutzen.

Dem stimmten auch die Ausschussmitglieder zu. Einstimmig wurde die Entgeltordnung mit einigen Änderungen beschlossen. Der geänderte Entwurf soll als Nächstes während der Sitzung des Finanzausschusses am Dienstag, 30. Mai, und schließlich von den Gemeindevertretern am Mittwoch, 14. Juni, beschlossen werden.

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