Ilo-Gelände in Pinneberg : Neue Pläne für 330 Wohnungen

40 Prozent Gewerbe, 60 Prozent Wohnbebauung: Das planen die Investoren von Matrix Immobilien GmbH.
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40 Prozent Gewerbe, 60 Prozent Wohnbebauung: Das planen die Investoren von Matrix Immobilien GmbH.

Investor und Architekt stellen im Stadtentwicklungsausschuss Ideen für das fünf Hektar große Areal am Pinneberger Bahnhof vor.

shz.de von
09. Juli 2015, 10:00 Uhr

Pinneberg | Seit rund 25 Jahren liegt es brach. Jetzt könnte das ehemalige Gelände der Ilo-Motorenwerke an der Mühlenau zum neuen Pinneberger Quartier werden. Am Dienstagabend haben der Investor Martin Schaer von Matrix Immobilien GmbH aus Hamburg und der Architekt Helge Reimer vom Elmshorner Architekturbüro GRS Reimer ihr Entwicklungskonzept erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses vertagten einen Grundsatzbeschluss allerdings.

Und das haben die Investoren vor: Sie wollen 330 neue Wohnungen bauen. Das würde etwa 60 Prozent der Bebauungsfläche entsprechen. Die restlichen 40 Prozentwürden für Gewerbe zur Verfügung stehen. „Wir wollen dem nahegelegenen Einkaufszentrum im Quellental nicht den Standort streitig machen. Stattdessen wären Geschäfte für den täglichen Bedarf und als Ergänzung möglich“, erläuterte Reimer.

Die Investoren stehen bereits in Verhandlung mit dem grundstückseigentümer Rahimi. Der hatte es in den vergangenen Jahren nicht geschafft das Areal zu entwickeln. Die Stadt stellt für das Bauprojekt im zweistelligen Millionenbereich die Rahmenbedingungen. Unter anderem: ein Lärmschutz gegenüber der Bahntrasse und keine Beeinträchtigung des Nahversorgungszentrums im Quellental.

Klaus Seyfert (CDU) sprach sich deutlich für das Projekt an der Mühlenau aus. „Das Gelände ist ein lukrativer und attraktiver Standort. Ich denke, wir sollten hier weitermachen“, so der stellvertretende Bürgermeister. Zurückhaltender verhielten sich hingegen Vertreter aus FDP, Grünen und SPD. „Ich habe ein Déjà-Vu. Wir haben dort schonmal ein Projekt – damals mit 600 Wohneinheiten – geplant. Daraus ist auch nichts geworden“, so Birgit Klampe (FDP). Die Politik hat ihr Votum auf den nächsten Stadtentwicklungsausschuss am 1. Septemer vertagt.

Die Ilo-Motorenwerke waren fast 80 Jahre lang auf dem Grundstück an der Mühlenau beheimatet. Am 31. Dezember 1990 schloss das Unternehmen. Der Betrieb war mit zeitweise bis zu 1600 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der hiesigen Region. Außerdem waren die Ilo-Motorenwerke ein führendes Unternehmen im Zweitaktmotorbau. Der Firmengründer Heinrich Christiansen hatte 1911 eine in Konkurs geratene Maschinenfabrik in Altona erworben. Zwei Jahre nach Firmengründung waren die Betriebsräume bereits zu klein . Er zog mit seiner Firma – damals noch unter dem Namen „Norddeutsche Maschinenfabrik GmbH“ – um an den Pinneberger Bahnhof.
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