Neue Kita und neue Häuser

Vor-Ort-Visite am Lohacker, wo der Durchstich zur Neubau-Fläche erfolgen soll: Stadtplaner Florian Schmidt (von links), Rellingens Bürgermeister Marc Trampe (parteilos) und Bauausschuss-Chef Eckhard Schlesselmann (CDU).
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Vor-Ort-Visite am Lohacker, wo der Durchstich zur Neubau-Fläche erfolgen soll: Stadtplaner Florian Schmidt (von links), Rellingens Bürgermeister Marc Trampe (parteilos) und Bauausschuss-Chef Eckhard Schlesselmann (CDU).

B-Plan 75 „Lohacker“: Zukunftspläne auf 18 000 Quadratmetern des Steffen-Baumschulareals / Diskussion im Ausschuss für Bauwesen

shz.de von
14. März 2018, 16:00 Uhr

Spekuliert wurde seit langem. Gestern wurde im Büro von Rellingens Bürgermeister Marc Trampe (parteilos) im Beisein von Bauausschuss-Chef Eckhard Schlesselmann (CDU) und Stadtplaner Florian Schmidt das Rätsel gelüftet: Auf 18 000 Quadratmetern Fläche der Rellinger Baumschule Steffen an der Vogt-Schmidt-Straße sollen etwa zehn Einzelhäuser sowie ein achter Kindergarten auf etwa 5000 Quadratmetern errichtet werden. Genug Diskussionsstoff für die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt am Dienstag, 20.  März, ab 19 Uhr.

Im Ratssaal des Rathauses in der Hauptstraße 60 soll dadurch zum einen „der Wohnungsdruck aus Hamburg auf die angrenzenden Gemeinden wie Rellingen“ genommen werden. Zum anderen im gleichen Atemzug soll laut Schlesselmann die Infrastruktur angepasst werden: Die neue Kita soll 80 Elementar- und 40  Krippenplätze vorhalten.

Die Eigentümer der Fläche, die Familie Steffen, will auf dem Areal – Bebauungsplan 75 „Lohacker“ – die bestehenden Gebäude zurückbauen und – Luftlinie 500 Meter – neu errichten. Laut Verwaltungsvorlage für die Sitzung sollen „die Grundstücke nach aktuellem Planungsstand Größen zwischen 420 und 760 Quadratmetern aufweisen. Insbesondere mit den kleineren Grundstücksgrößen wird die Zielgruppe der jungen Familien angesprochen.“

Die Ausschreibung für das millionenschwere Projekt beinhaltet zwei Optionen: Die Gemeinde und ein möglicher Träger „bespielen“ die Fläche – bei einem spekulativen Kaufpreis von 300 Euro pro Quadratmetern steht eine Verkaufssumme von 5,4 Millionen Euro im Raum – im Schulterschluss gemeinsam, oder ein Träger, sprich Bauherr, ist gleichzeitig auch Käufer des Areals.

Für Trampe steht fest: Nachdem jüngst im Bauausschuss die Pläne der Wohnungsbaugenossenschaft Neue GeWoGe für den Bau von etwa 40 Wohnungen in drei zweigeschossigen Gebäuden zwischen der Hempbergstraße und Heidestraße auf den Weg gebracht wurden, sorgt Rellingen mit dem „Lohacker“-Vorstoß für weitere Optionen. „Wohnungen sind ein wichtiger Standortfaktor“, betont Trampe nachdrücklich. Der Verwaltungschef hofft, dass bis Anfang 2019 für „Lohacker“ Baurecht geschaffen und 2019/2020 die Kita eröffnet wird.

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