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Kreis Pinneberg : Neue Ideen für die Übungsleiter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Programm für Lehrer und Trainer veröffentlicht. Die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Schulen soll ausgebaut werden.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2014 | 14:00 Uhr

Pinneberg | Der Kreissportverband (KSV) Pinneberg hat das Programm für seinen Trainertag am Sonnabend, 13. September, präsentiert. Er steht unter dem Motto „Fit für den Ganztag“. Damit fasst der KSV nicht nur die angebotenen Kurse in Schlagworten zusammen. Er formuliert damit auch seine strategische Ausrichtung für die Zukunft.

„Die Workshops sind nicht nur für die Übungsleiter der Vereine gedacht. Die Kurse richten sich auch an Lehrer, die sich neuen Input für ihren Unterricht wünschen“, sagt Raimund Kasten, als stellvertretender KSV-Vorsitzender zuständig für den Geschäftsbereich Aus- und Fortbildung. Mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung gebe es dafür zunehmend Bedarf. „Ich bin mir sicher, dass es in Deutschland bald auch eine Übungsleiterlizenz für Ganztagsbetreuung geben wird“, sagt KSV-Geschäftsführer Karsten Tiedemann.

Der KSV sieht sich und die im Verband organisierten Vereine als Ansprechpartner Nummer eins, wenn es um Sport geht. „Man erkennt an dem Angebot, dass der KSV guckt, was den Schulen weiterhilft“, sagt Schulrat Dirk Janssen. Und der Kreissportbeuftragte Michael Fischer ergänzt: „Wir wollen zeigen, dass es für die Nachmittagsbetreuung mehr gibt als Fußball, Handball und Basketball.“

Gleichzeitig hofft der KSV, über den engen Kontakt zu den Schulen Kinder und Jugendliche für den Clubsport gewinnen zu können. Früher hätten Lehrer viel häufiger sportbegeisterte Kinder an die Vereine vermittelt, sagt Tiedemann. Und Fischer ist davon überzeugt, dass Jugendliche wesentlich mehr Sport treiben sollten: „Ich bin erschrocken, wenn ich mir den durchschnittlichen Body-Mass-Index von Jugendlichen angucke. Und viele können nicht einmal eine einfache Rolle. Sie sollten nicht nur vor Videospielen sitzen.“

Die Kooperation zwischen Schulen und Vereinen sei im Landesvergleich schon weit vorangeschritten. „Der Landessportverband hat gegenüber dem Bildungsministerium schon vom Modell Pinneberg gesprochen“, sagt Tiedemann. Das halte er zwar für übertrieben, ergänzt er nonchalant. Gefallen dürfte ihm die Vorreiterrolle trotzdem. „Ich freue mich, dass das Bildungsministerium anderen Kreisen empfiehlt, zu Schulleiterdienstversammlungen Vereinsvertreter miteinzuladen. So wie das im Kreis Pinneberg bereits gemacht wurde.“

Der Trainertag bietet auch die Möglichkeit, in Workshops zu hospitieren, ohne aktiv teilzunehmen. In einem Raum können sich Lehrer und Übungsleiter austauschen und gegenseitig Ideen für die Betreuung von Jugendlichen geben. Präsentationen von Sportartikelherstellern ergänzen das Programm.

Zu seinem Trainertag hofft der KSV auf etwa 100 bis 140 Teilnehmer. Die Organisationskosten von etwa 3000 Euro werden über die Teilnahmegebühr gedeckt. Sollte das nicht reichen, fließt Geld aus dem Innovationsfonds des Landes.

Der Kreissportverband Pinneberg e.V. (KSV) ist nach eigenen Angaben mit 189 Vereinen und 81871 Mitgliedern die größte Dachorganisation im Kreis Pinneberg. Ein Schwerpunkt der Verbandsarbeit ist die Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern. Der KSV bietet den Vereinen auch VW-Bus-Verleih, Vereinsberatung und Unterstützung über die Sportförderung. www.ksv-pinneberg.de
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