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Jugendtreff Komet : Neue Holzhäuser lassen auf sich warten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erweiterungsbau für Treffpunkt verzögert sich um Monate.

Pinneberg | Schulbausanierung im Schneckentempo, eine ungewisse Zukunft für die Ernst-Paasch-Halle und jetzt eine weitere schlechte Nachricht: Der Erweiterungsbau für den Jugendtreff Komet in Pinneberg verzögert sich. CDU-Ratsherr Jürgen Jacob brachte das Thema im Kulturausschuss aufs Tapet, obwohl der Punkt gar nicht auf der Tagesordnung stand. Er hatte an die Verwaltung geschrieben, um sich nach den Fortschritten bei dem Projekt zu erkundigen. Die Antwort, die er erhielt, wollte er dem Ausschuss nicht vorenthalten: „Die Holzhäuser werden bis zum Sommer nicht fertig“. Es fehlten noch zwei Unterschriften.

Ratlosigkeit unter den Ausschussmitgliedern, denn bereits im November hatten die Mitglieder des Kulturausschusses sich für einen Neubau am Jugendzentrum Komet ausgesprochen. Anfang 2017 sollten für 170.000 Euro Häuser aus Holz oder massiver Bauweise hochgezogen werden, so der Beschluss. Das Geld stehe im Haushalt zur Verfügung, so Jacob. „Dazu fällt mir nichts mehr ein. Der Komet hat die Holzhäuser nächstes Jahr noch nicht.“

„Wir haben noch kein grünes Licht bekommen“, sagte Silkata Sahin-Adu, Werkleiterin des Kommunalen Service Betriebs (KSP). Den Planer nahm sie indes in Schutz: „Er hat nicht am Bleistift gekaut.“ Es gebe erste Skizzen.

Klaus Seyfert (CDU), der Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) wegen Krankheit vertrat, forderte: „Wir erwarten, dass wir die Holzcontainer Mitte 2017 fertig haben.“

Sahin-Adu hat jedoch Zweifel, ob der Termin eingehalten werden kann. Es sei denn, jetzt gehe alles schnell, sagte sie gestern auf Anfrage unserer Zeitung und betonte noch einmal: „Wir haben den Auftrag noch nicht bekommen.“

Wie berichtet, arbeiten die Pädagogen in dem Jugendzentrum Komet seit 17 Jahren in einem Container-Provisorium. Im Winter, wenn das Außengelände nicht genutzt werden kann, tummeln sich bis zu 50 Kinder auf 100 Quadratmetern. Darum hatten Erzieher und Eltern für einen Anbau gekämpft - und mehr erreicht als zuvor erwartet. So sollen in einem zweiten Schritt 2018 die bis dahin noch übergangsweise zu nutzenden Bestandscontainer komplett verschwinden und durch weitere Holzhäuser ersetzt werden.

Kometleiter zeigt Verständnis

Saim „Kasi“ Cetinkaya, Leiter des Kometen, zeigte gestern viel Verständnis: „Wir sind im Plan. Das ist das Gute. Ich will, dass es vernünftig gemacht wird. Mit vereinten Kräften kriegen wir das über die Bühne.“

Wie geht es jetzt weiter? „Wir haben einen Planer beauftragt“, sagte Heiner Koch, Fachbereichsleiter Schulen, auf Anfrage unserer Zeitung. Die bereits erwähnten 170.000 Euro aus sogenannten Haushaltsresten aus dem letzten Jahr stehen zur Verfügung. Mit der Freigabe von 20.000 Euro Planungskosten rechnet Koch nach dem 30.    Juni, denn dann soll der von Kiel angeforderte Jahresabschluss 2011 vorliegen – die Voraussetzung dafür, dass ein weiterer Teil der investigativen Mittel des Haushalts 2017 freigegeben wird. Weitere 170.000 Euro an Verpflichtungsermächtigung für den zweiten Bauabschnitt sind genehmigt. „Wir werden dann das Projekt gesamt ausschreiben, in einem Zug“, so Koch.
 

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erstellt am 17.Feb.2017 | 12:00 Uhr

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