Neue Heimat für Flüchtlinge

Koordinieren die Flüchtlingskrise: Dierk Schäfer (Ordnungsamt, von links), Silke Mannstaedt (Bürgerservice), Michaela Warnecke (Ordnungsamt), Kerstin Riedel (Flüchtlingskoordinatorin),Tom Rasmussen (Bauamt) und Bürgermeisterin Anja Radtke.
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Koordinieren die Flüchtlingskrise: Dierk Schäfer (Ordnungsamt, von links), Silke Mannstaedt (Bürgerservice), Michaela Warnecke (Ordnungsamt), Kerstin Riedel (Flüchtlingskoordinatorin),Tom Rasmussen (Bauamt) und Bürgermeisterin Anja Radtke.

Unterkunft Ab Montag ziehen erste Familien in Holzständerbau ein / 44 Menschen auf 560 Quadratmetern / 1,2 Millionen Kosten

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19. Mai 2016, 16:00 Uhr

Großer Andrang herrschte gestern Nachmittag während des Tags der offenen Tür in der neuen Rellinger Flüchtlingsunterkunft an der Pinneberger Straße. Auf 560    Quadratmetern finden ab Montag, 23.      Mai, 44 Menschen – Familien und Frauen – Platz in 21 Wohneinheiten. Zunächst ziehen drei Familien ein, die zuletzt in der Meisenstraße untergebracht waren.

2014 beschlossen Politik und Verwaltung, für 1,2 Millionen Euro das Gebäude in Holzständerbauweise an dieser Stelle als vorübergehende Unterbringungsmöglichkeit für Asylbewerber zu errichten. Dabei verfolgte die Gemeinde das Prinzip „schlicht und einfach“. Bett, Tisch, Stuhl, Metallspint und Kühlschrank in den Zimmern. Auf den beiden Etagen befinden sich jeweils eine Gemeinschaftsküche, Waschraum und Beratungsraum – in dieser Atmosphäre sollen die Flüchtlinge ihren Start ins neue Leben beginnen.

Für Bürgermeisterin Anja Radtke (parteilos) ist die Eröffnung ein Beleg dafür, der Herausforderung der europäischen Flüchtlingskrise gerecht zu werden. Dabei bleibt sie realistisch. Zwar werde der Hauptausschuss in der kommenden Woche darüber beraten, die Pläne für die Flüchtlingsunterkünfte am Oberen Ehmschen vorerst auf Eis zu legen. „Aber die jetzige Unterkunft ist ein Puffer für die Zukunft. Jede Kommune muss sich den schwankenden Flüchtlingszahlen als große Unbekannte als Herausforderung stellen.“

Michaela Warnecke vom Rellinger Ordnungsamt kennt die Fakten: „Aktuell werden 199    Flüchtlinge betreut. Fünf bis sechs Asylbewerber kommen zurzeit pro Monat.“

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