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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 20:14 Uhr

Neue GeWoGe hat Pläne fürs Ilo-Areal

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Stadtentwicklung 20 Prozent geförderter Wohnraum möglich

von
erstellt am 30.Dez.2016 | 16:08 Uhr

Kai Lorenz (Foto), Vorstand der Neuen GeWoGe in Pinneberg, hat für 2017 viele Pläne: So könnte die Genossenschaft sich gut vorstellen, mit der Matrix Immobilien GmbH, die auf dem ehemaligen Ilo-Gelände 360 Wohneinheiten plant, davon 20 Prozent öffentlich geförderten Wohnungsbau, zusammenzuarbeiten. Das etwa fünf Hektar große Ilo-Gelände liegt in unmittelbarer Nähe des Pinneberger Bahnhofs. Seit mehr als zehn Jahren wurde über die Entwicklung des Areals diskutiert, jetzt scheint man sich fast einig.

„Da könnten wir sehr gut unser Know-how einbringen“, betonte Wolfgang Hermann (Fotorechts) , Vorstand der Neuen GeWoGe, in einem Gespräch mit der Pinneberger SPD-Teilfraktion für Stadtentwicklung, an dem Gerhard Thomssen (SPD, Foto, oben rechts), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, teilnahm. Wie berichtet, ist allerdings der städtebauliche Vertrag zwischen Pinneberg und dem Hamburger Investor noch nicht unterschrieben. Matrix hält jedoch weiter an dem Projekt fest.

„Pinneberg hat in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen und ist deshalb ein bevorzugter Standort für Wohnungssuchende“ – so lautet die Einschätzung von Lorenz. Die 2005 gegründete Genossenschaft Neue GeWoGe betreibt im Kreisgebiet rund 2200 Wohneinheiten, davon sind 838 öffentlich gefördert. Allein im Stadtgebiet Pinnebergs hält die GeWoGe 1548 Wohneinheiten vor.

Doch nach wie vor gebe es einen großen Bedarf, vor allem in der Kreisstadt. „Pinneberg ist für Wohnungssuchende nicht zuletzt auch aus der nördlichen Metropolregion Hamburg hochinteressant, weil die Stadt auf eine sehr gute verkehrliche Anbindung nach Hamburg bauen kann und in der Stadt sowie in ihrer näheren Umgebung eine ansprechende Lebensqualität geboten wird“, begründete Lorenz die anhaltend hohe Nachfrage. Gefragt seien vor allem Zwei- bis Dreizimmerwohnungen und Wohnungen für Single-Haushalte, insbesondere aber bezahlbare Wohnungen für Familien mit ein oder zwei Kindern. Ohnehin sei eine „Durchmischung“ im Wohnungsbau immer das Ziel der GeWoGe – eine Mischung aus öffentlich geförderten und frei finanziertenWohnungen, aus Wohnungen für junge Familien und für Senioren.

Ein weiterer, zunehmender Druck auf den Wohnungsmarkt werde von wohnungssuchenden Asylbewerbern mit Bleiberecht ausgeübt, so die Vertreter der Neuen GeWoGe. Auch in diesem Bereich engagiere sich die Genossenschaft mit bedarfsgerechten Angeboten, unterstrich Prokuristin Sandra Maader. Entsprechende Angebote der Genossenschaft für geplante Vorhaben der Stadt an der Berliner Straße und am Moorweg lägen der Stadt vor.

„Die Neue GeWoGe ist in Sachen Wohnungsbau ein wichtiger und kompetenter Partner für den Wohnungsbau in Pinneberg, zumal für den öffentlich geförderten“, zog Thomssen ein Fazit aus dem Gespräch mit den Vertretern der Genossenschaft. Um den künftigen Bedarf an Wohnungen decken zu können, komme es für die Verwaltung und die Politik darauf an, dafür die Voraussetzungen zu schaffen. Konkret heiße das, im Stadtgebiet geeignete Flächen für Wohnungsbau auszuweisen.

„Angesichts der begrenzten Flächen in Pinneberg kein einfaches Vorhaben“, so der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses. Er betonte: „Im Hinblick auf die wachsende Nachfrage gerade nach bezahlbaren Wohnungen ist die Politik jedoch nach wie vor gefordert.“

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