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Pinneberger Tageblatt

18. November 2017 | 13:19 Uhr

Kreis Pinneberg : Neue Ausrüstung für die DLRG

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Sparkassenstiftung fördert Geräte für die Hilfsorganisation. Fehlende Kapazität in Hallenbädern bereitet den Rettern Sorge.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2016 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Ein Außenbordmotor, ein Rettungsbrett, Schwimmwesten und ein Faltzelt: Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) im Kreis Pinneberg hat für mehr als 5000 Euro neue Ausrüstung gekauft. Jetzt hofft sie auf Sponsoren. Deswegen hat sie Förderanträge an die Stiftung der Sparkasse Südholstein verschickt. Die Stiftung fördert die DLRG seit Langem. „Der Katastrophenschutz ist größtenteils staatlich finanziert.

Aber für die Jugendarbeit brauchen wir besonders viel Unterstützung“, sagte Jochen Möller währen einer Präsentation der neuen Geräte. Zum Unterstützerkreis zählt die Stiftung der Sparkasse. Etwa 50.000 Euro hat sie während der vergangenen zehn Jahre an die DLRG überwiesen. „Das Geld kommt aus dem Los-Sparen. Jährlich sammeln wir in unserem Geschäftsgebiet so etwa 120.000 Euro für gemeinnützige Zwecke“, sagte Geschäftsführer Stephan Kronenberg.

Förderanträge der Vereine werden jeweils bis zum Jahresende gesammelt. Im Folgejahr wird entschieden, wer Geld bekommt. Die Entscheidungen für das Förderjahr 2016 steht noch aus. „Wir wissen, dass die DLRG einen guten Job macht. Zudem gehören Jugend und Bildung zu unseren Förderschwerpunkten“, sagte Kronenberg. In der Vergangenheit hatten die Ortsgliederungen der Hilfsorganisation etwa Einsatzschlauchboote und einen Kleinbus bekommen.

Schwimmunterricht als unverzichtbaren Grundlage

„Die Kollegen in Brande-Hörnerkirchen brauchen den Transporter, um Jugendliche zum Schwimmtraining zu fahren“, sagte der DLRG-Vorsitzende im Kreis, Gerd Dittrich. Schwimmunterricht für Kinder und Jugendliche gehört zu den unverzichtbaren Grundlagen, wie Möller findet: „2015 sind in Deutschland fast 500 Menschen ertrunken. Das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr.“ Er führt das nicht auf bequeme Kinder zurück, die kein Interesse am Sport haben.

„Es fehlt schlicht an Hallenkapazitäten. Immer mehr Schwimmbäder schließen. Wir treffen auf Zwölf- bis Vierzehnjährige, die nicht schwimmen können. Das gab es früher nicht.“ Der Kreis Pinneberg sei allerdings noch gut versorgt. Die DLRG kann auf ein solides Mitgliederfundament bauen. Von den etwa 5000 Mitgliedern zählen 2700 zu den Jugendlichen bis 26 Jahre.

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