Neue A 23-Ausfahrt für Rellingen?

Durch die fünfte Autobahn-Zufahrt versprechen sich Rellingens SPD-Ratsherrn  Peter Geercken (links) und Christian Zimmermann eine verkehrliche Entlastung für ihre Gemeinde.
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Durch die fünfte Autobahn-Zufahrt versprechen sich Rellingens SPD-Ratsherrn Peter Geercken (links) und Christian Zimmermann eine verkehrliche Entlastung für ihre Gemeinde.

SPD-Ratsherr Peter Geercken will heute Abend die Mitglieder des Verkehrsausschusses von seiner Idee begeistern

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03. Juni 2014, 16:00 Uhr

„Ich habe eine Idee.“ Peter Geercken, Rellinger SPD-Ratsherr und Chef des Verkehrsausschusses, will dem drohenden Verkehrskollaps – unter anderem durch Neuausweisungen von Gewerbegebieten und Erweiterung des Wohnraums – in und rund um Rellingen die Stirn bieten: „Eine zusätzliche Auf- und Abfahrt an der A 23 auf Höhe der Tangstedter Straße soll eine Erleichterung bringen. Und das nicht nur für Rellingen.“

Die Pinneberger Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) sowie Tangstedts Verwaltungschef Detlef Goos (FDP) hat der Sozialdemokrat bereits auf seiner Seite. Und, ganz wichtig: Die Rellinger Christdemokraten seien im Boot. Während der heutigen Sitzung des Verkehrsausschusses – 19 Uhr, Rathaus an der Hauptstraße – sollen die ersten Pflöcke eingerammt werden.

Geercken ist sich bewusst, dass es Hürden zu überwinden gilt. Bund, Land, Kreis, Verwaltung – Zuständigkeiten, der riesige Planungsaufwand und die immensen Kosten müssten unter einen Hut gebracht werden. Doch erste Signale aus Kiel würden Mut machen: „Der SPD-Landtagspolitiker Kai Vogel forderte, unsere Hausaufgaben zu machen. Dann würde man weitersehen“, berichtete gestern Geercken von ersten Mutmachgesprächen. Mit Krupunder, Halstenbek-Rellingen, Pinneberg-Süd und -Nord ist die Baumschulengemeinde Rellingen nicht gerade wenig mit Abfahrten gesegnet. Nichtsdestotrotz: „Wir müssen den Verkehr loswerden“, fordert Geercken energisch. Für Rellingen bedeutet das konkret: Das neue Gewerbegebiet an der Tangstedter Chaussee – „darauf haben sich 18 Firmen beworben“ – ist aus Sicht des Politikers ein Volltreffer. Habe aber entsprechende Konsequenzen: Zusätzliches Lkw-Aufkommen sei so sicher wie das Amen in der Kirche. Doch etablierte Firmen wie Hacon und Hass + Hatje sowie Beton Schmidt würden von der neuen A23-Alternative massiv profitieren.

Rellingens Grüne hätten ihm bereits die rote Karte gezeigt. Geercken rechnet mit Widerstand. Doch seine Idee lässt er sich nicht ausreden: „Es ist ein kleiner Eingriff in die Natur, aber ein großer Nutzen für die Menschen.“

Geercken bekommt Rückendeckung von SPD-Parteichef Christian Zimmermann. Die Initiative falle in eine Zeit, in der sich verkehrlich eine Menge bewegt: „Die A 7 wird ausgebaut, Hamburg versinkt im Chaos.“ Zimmermann versprüht Optimismus: „Das sollten wir, die Gemeindevertretung, gemeinsam angehen.“

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