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Pinneberger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 12:21 Uhr

Schule in Hasloh : Neubau statt Sanierung?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hasloher Arbeitsgruppe führt Gespräch mit Politikern, Architekt und Schulleitung. Vorstellung des Konzepts im Gemeinderat.

von
erstellt am 12.Feb.2016 | 16:30 Uhr

Hasloh | Noch ist das Konzept, das die Hasloher Arbeitsgruppe mit Katja Langefeld, Wolfgang Jendretzky, Norbert Schadendorf und Nils Burfeind, erarbeitet hat, nicht vom Tisch: Am Mittwochabend trafen sich die Fraktionsspitzen von SPD, CDU und FDP, Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD), seinem Stellvertreter Dieter Kalkovski (SPD) sowie Architekt Juan Hidalgo und Schulleiterin Julia Fietz, um über den Vorschlag, eine neue Schule zu bauen, zu diskutieren.

„Wir haben uns im Ergebnis auf eine Berechnungsgrundlage für einen Neubau einigen können“, berichtet Schadendorf im Gespräch mit dieser Zeitung. Demnach seien Kosten von 1900 Euro pro Quadratmeter realistisch. „Bis zur Gemeinderatssitzung, auf der wir das Konzept der Öffentlichkeit vorstellen werden, können wir die Kosten für eine neue Schule konkret benennen“, sagt Schadendorf. Auch die Dauer der Planungs- und Bauzeit ließe sich nach dem Gespräch besser einschätzen: 24 bis 30 Monate – je nach dem, wie zügig die Änderungen des Flächen- und des Bebauungsplans von den gemeindlichen Gremien beschlossen würden. „Die reine Bauzeit beträgt lediglich 13 bis 14 Monate“, versichert Schadendorf.

Auf die Frage, warum dieses Konzept erst jetzt, wo doch die Planungen für die Sanierung bereits in fortgeschrittenem Stadium sind, erstellt wurde, antwortet Langefeld: „Erst gegen Ende letzten Jahres sind uns die realen Kosten von 4,2 Millionen Euro bekannt gewesen.“ Es gehe nicht darum, jetzt querzuschießen, sondern die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens auf den Prüfstand zu stellen. „Wir nehmen hier Millionen in die Hand, da sollten wir schon noch mal genauer hinschauen“, sagt sie. Verständnis äußerte Langefeld für die von der Schulleiterin vorgebrachte Skepsis: „Die Schule und auch die Eltern wollen Planungssicherheit“, berichtet Langefeld. Bei dem Tempo, der Hasloher Politiker sei mit erheblich längeren Zeiträumen für Planung und Umsetzung zu rechnen, als die Arbeitsgruppe sich das vorstelle seien Fietz’ Argumente gewesen.

Schwierig seien indes Einschätzungen, was und wie in die jetzige Schule investiert werden müsse, um die Räume anderweitig zu nutzen. „Die erforderlichen Instandsetzungen können auf mehrere Jahre verteilt werden, um den Haushalt weniger zu belasten“, ist sich Jendretzky sicher. Ausschließlich positiv sei der Zuspruch aus der Bevölkerung gewesen, berichten die Mitglieder der Gruppe: „Jeder hier fragt sich, wie die Gemeinde so viel Geld in ein altes Gebäude stecken kann.“ Eine Entscheidung darüber, ob ein Bürgerbegehren angestrebt wird, soll nach der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag, 16. Februar, getroffen werden. Beginn der Beratungen im TuS Heim, Am Sportplatz 2, ist um 19.30 Uhr.

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