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Pinneberg : Neubau für Flüchtlinge in der Vogelsiedlung

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der zuständige Ausschuss entscheidet sich für das Projekt. Insgesamt sind 30 Wohnungen geplant.

Pinneberg | Um auch künftig allen nach Pinneberg kommenden Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu bieten, kämpft die Stadt derzeit an vielen Fronten. Das Problem: Leer stehende Immobilien, in denen eine große Zahl von Menschen untergebracht werden könnte, fehlen. Bei Neubauprojekten gibt es hingegen Widerstand – wie aktuell beispielsweise an der Schloßstraße. Nun sollen auch an der Aschhooptwiete Wohnungen für Flüchtlinge entstehen. Der Hauptausschuss stimmte der Aufstellung eines Bebauungsplans zu.

Konkret handelt es sich um ein Areal im Knick von Aschhooptwiete und Eggerstedter Weg in der Vogelsiedlung. Laut Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) habe ein Investor im Vorfeld mehrfach Interesse an einer Bebauung mit Wohngebäuden bekundet. Den Bedingungen der Stadt zufolge, denen der Investor zugestimmt habe, soll die Hälfte der Wohnungen, mindestens aber 30, öffentlich gefördert werden. Diese will die Kommune nach Fertigstellung für fünf Jahre zur Unterbringung der Flüchtlinge anmieten.

Mit acht zu vier Stimmen ging die Entscheidung im Ausschuss nicht reibungslos durch, vielmehr flogen regelrecht die Fetzen. Speziell die Grünen & Unabhängigen , die wie die FDP dagegen votierten, kritisierten das Vorhaben vehement. „Wieder versiegeln wir Grünflächen und bauen zu Lasten der Infrastruktur Wohnungen. Dafür haben wir nicht die monetäre Kraft“, sagte Ratsherr Joachim Dreher (Grüne). Klaus Seyfert (CDU) hielt dagegen. „Wir brauchen angesichts der Flüchtlingssituation diese Wohnungen und wir brauchen auch noch mehr“, sagte er. Laut Gerhard Thomsen (SPD) sei das Schaffen von Wohnraum kein Wunschkonzert, die Interessen der Investoren müssten berücksichtigt werden. „Sonst passiert am Ende gar nichts“

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erstellt am 04.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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