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Pinneberger Tageblatt

22. August 2017 | 06:17 Uhr

Nervöse Anleger: Dax bald unter 9000?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Globale Konjunktursorgen machen die Anleger weltweit nervös. Noch vor Kurzem eilten die Börsen von Rekord zu Rekord. Gestern wurden Investoren vor allem in Asien von kräftigen Verlusten überrascht. Die Anleger treibt die Sorge um das Wirtschaftswachstum in den USA und China um. Zudem hält die Lage in den großen Schwellenländern die Märkte in Atem. Die von den großen Institutionen wie der Weltbank und dem IWF vorhersagte globale Konjunkturerholung könnte ins Stocken geraten, befürchten sie.

Auch der deutschen Aktienmarkt konnte sich den Turbulenzen nicht entziehen. Nachdem noch Mitte Januar die 10 000er Marke greifbar erschien, ging es in den vergangenen Wochen deutlich abwärts. Gestern fiel der Dax zeitweise unter 9100 Punkte.

Marktexperten warnen davor, die Kursverluste zu dramatisieren. Eine Crash-Gefahr sehen viele nicht. Die Börsenindizes Dax und MDax hätten sich seit dem Jahr 2009 mindestens verdreifacht. „Insofern wäre auch eine ausgedehnte Korrektur keine Katastrophe, sie wäre sogar gesund. Es besteht für Anleger Grund zur Absicherung und zur Vorsicht, aber keinesfalls Grund zur Panik“, sagt Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research.

Im Zentrum der Anleger-
sorgen stehen die beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Am Montag hatte der Einbruch des Einkaufsmanagerindex ISM, wichtigstes Stimmungsbarometer für die US-Industrie, Zweifel geweckt, ob die Konjunkturerholung so tragfähig ist wie bisher angenommen. Und in China hatten zuletzt eine Reihe von Wirtschaftsdaten eine Abkühlung im größten Schwellenland der Welt signalisiert. Das Abbremsen der Geldflut durch die US-Notenbank habe ohnehin einen allgemeinen Stimmungswandel eingeleitet, sagen Analysten.

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erstellt am 04.Feb.2014 | 17:43 Uhr

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