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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 06:26 Uhr

Schenefeld : Nein zur Wald-Kita

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Verwaltung: Gelände am Wurmkamp überhaupt nicht geeignet. Stadt prüft Alternative eines naturnahen Kindergartens.

shz.de von
erstellt am 06.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Schenefeld | Ein Waldkindergarten in Schenefeld: Die Idee kam gut an. Die Stadt wollte das kleine Wäldchen am Wurmkamp pachten, sich auf die Suche nach einem Träger machen. Doch eine Wald-Kita wird es am Wurmkamp definitiv nicht geben. Der zuständige Kreis sagt Nein. „Das Gelände ist überhaupt nicht geeignet“, betont Pressesprecher Oliver Carstens. Das Problem: Die Fläche ist mit 1,7 Hektar viel zu klein. Fünf Hektar sind die Untergrenze. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hält eine Flache von zehn bis 40 Hektar für wünschenswert.

Und das Wort Wald ist wohl auch nicht ganz zutreffend für die Ansammlung von Bäumen am Wurmkamp. Die Fläche besteht zu zwei Dritteln aus dornigen Brombeersträuchern. Es ist zugig und kalt. Es gibt kaum Tiere und keine Vielfalt der Pflanzen und Bäume. „Dieses Gebiet ist von jeder Seite einsehbar und bietet nicht den Naturraum Wald“, sagt Carstens. Darauf komme es aber bei einer Wald-Kita an. „Der Wald soll die Bewegungs- und Wahrnehmungswelt der Kinder wecken, ihre Phantasie und Kreativität fördern.“ Damit nicht genug: Der Kreis sieht auch Schwierigkeiten, einen Rettungsweg für Feuerwehr und Notarztwagen zu errichten. Auch die Parkmöglichkeiten für Eltern seien nicht vorhanden.

Auch der Zustand des kleinen Wäldchens hat bei der Begehung des Gebietes eher für Unbehagen gesorgt. Überall Hundekot, Glas- und Metallteile sowie alte Zäune.

Das Projekt Wald-Kita ist nach dieser Beurteilung der Aufsichtsbehörde gestorben. Doch so ganz mag Schenefelds Sozialamtschef Axel Hedergott den Kita-Standort Wurmkamp noch nicht abschreiben: „Es gibt auch die Möglichkeit eines naturnahne Kindergartens.“ Hedergott ist bereits mit einem möglichen Träger im Gespräch.

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