Serie "Mein Verein" : Naturfreunde, bei denen Spaß sein muss

Ob zu Fuß oder mit dem Rad, ob am Wasser oder im Gebirge: Die Naturfreunde kommen im Jahresverlauf viel rum.
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Ob zu Fuß oder mit dem Rad, ob am Wasser oder im Gebirge: Die Naturfreunde kommen im Jahresverlauf viel rum.

Die Umwelt erfahren und bewahren: Das ist das Ziel der passionierten Wanderer und Radfahrer aus der Kreisstadt.

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24. November 2013, 16:00 Uhr

Möchte man der Frage nachgehen, was ein Naturfreund ist, könnte man sich eines Zitates von Albert Schweitzer (1875 bis 1965) bedienen: „Naturfreund ist derjenige, der sich mit allem, was in der Natur lebt, innerlich verbunden weiß, an dem Schicksal der Geschöpfe teilnimmt, ihnen, so viel er kann, aus Leid und Not hilft, und es nach Möglichkeit vermeidet, Leben zu schädigen oder zu vernichten“, so der einstige Arzt, evangelische Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist.

Die Pinneberger Ortsgruppen-Mitglieder des Vereins „Naturfreunde Deutschlands e. V. “ würden die Aussage des berühmten Dichters sicher unterschreiben. Und haben dennoch eine eigene Vereinsphilosophie aufgestellt.

„Wir sind ein gesellschaftspolitischer Verband mit Aktivitäten zur nachhaltigen Entwicklung von Natur und Umwelt sowie Natursport und Kultur“, sagt Rainer Naujox, erster Vorsitzender der Pinneberger Naturfreunde. Bevor er erklärt, was seinem Verein konkret am Herzen liegt. Und wichtig ist.

„Natur erfahren durch Besichtigungen, Wanderungen, Exkursionen sowie Natursport und sanften Tourismus ist ein wichtiger Aspekt. Ferner hinterfragen wir sie auch durch persönliche Begegnungen mit Menschen unterschiedlichster Religionen, mit Seminarangeboten sowie mit Gesprächskreisen. Und bewahren sie mit einem aktiven und nachhaltigen Handeln“, so Naujox.

Baumpflanzungen, das Anbringen und Pflegen von Nistkästen sowie die Mitarbeit in naturnahen Gremien nebst Säuberungen von Naturflächen fielen mit darunter. Denn: „Natur ist Leben“, fasst Naujox zusammen. Am 1. Januar 2001 gegründet, umfasst allein die Ortsgruppe Pinneberg der Naturfreunde Deutschlands heute bereits 101 Mitglieder.

„Das Alter der meisten Naturfreunde liegt bei uns zwischen 50 und 70 Jahren. Es hat den Vorteil, dass viele Aktivitäten auch unterhalb der Woche durchgeführt werden können. Dennoch würden wir uns auch sehr über einen Schwung jüngerer Mitglieder freuen. Und wären auch in der Lage, unser Programm entsprechend anzupassen“, erklärt der langjährige Geschäftsführer eines Ingenieurbüros für Logistikplanung. Während sein Stellvertreter Wolfgang Rüscher ergänzt, dass die Ortsgruppe Pinneberg nicht schnell, sondern lieber moderat wachsen wolle.

„Wir möchten, dass sich naturverbundene Menschen bei uns nachhaltig wohlfühlen“, so der ehemaliger Bäcker und Konditor. Los sei bei den Naturfreunden eigentlich immer etwas: ob Mehrtagesreisen in die Pfalz, Radtouren wie die von Passau bis nach Wien, oder die Beteiligung an Projekten wie dem Moorlehrpfad im Himmelsmoor, Nistkästenbau auf dem Pinneberger Stadtfriedhof oder das Pflanzen von mehreren Dutzend Obstbäumen entlang der Pinnau – ganz wichtig ist den Naturfreunden, „dass bei allem was sie tun, der Spaß nicht zu kurz kommt“, erklärt dann wieder Naujox, ehe er noch einen kurzen Ausblick auf die kommenden Events des Vereins wirft.

Eine Winterwanderung im Kummerfelder Gehege und Esinger Wold zählt ebenso dazu wie die Besichtigung von naturnahen Parks und historischen Friedhöfen an der Elbe. Naujox, der abschließend daran erinnert, dass Naturfreunden und Gästen bundesweit über 450 sogenannte Naturfreundehäuser für kostengünstige Übernachtungen zur Verfügung stünden, verweist ebenso auf den vereinseigenen Wanderführer, der zahlreiche Routenvorschläge für Wandertouren durch die „Natura-2000-Gebiete“ im Kreis Pinneberg enthält.

Wer sich weitere Informationen über die Naturfreunde Pinneberg einholen möchte, kann sich telefonisch mit Rainer Naujox unter (04 10 1) 34 92 7 in Verbindung setzen. Oder der Internetseite der Ortsgruppe unter www.naturfreunde-sh.de einen Besuch abstatten.

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