HSV-Kolumne : Nationalspieler vorerst nicht in Sicht

Rechtzeitig zur WM hat sich unser Autor Lars Zimmermann mit dem Verhältnis zwischen dem HSV und der Nationalmannschaft beschäftigt.

shz.de von
08. Juni 2014, 06:00 Uhr

Es ist wie in der Bundesliga. Auch in der Nationalmannschaft liegen die Erfolge des HSV schon lange zurück. Jupp Posipal, Uwe Seeler, Manfred Kaltz, Horst Hrubesch, Felix Magath - der HSV hat wahrlich große Spieler hervorgebracht, die zahlreiche internationale Erfolge mit dem Verein und der Nationalmannschaft feierten. Doch diese Triumphe sind schon ewig lang her.

Heute sind die Chancen, dass ein Hamburger mit dem Adler auf der Brust glänzt, leider ziemlich gering. Wer wirklich Potenzial hat, will möglichst schnell wieder weg. Das zeigen die Beispiele Lasogga und Calhanoglu. Dem Verein bleiben meistens nur mittelmäßige Kicker wie Diekmeier, Westermann oder Jansen treu.

So taugt als Hoff­nungs­trä­ger momentan nur der Vorstandschef in spe. Dietmar Beiersdorfer ist der Messias, auf den alle setzen. Diese Rolle ist er aber auf jeden Fall bald los. Wenn er seinen Job gut macht, hat der HSV in einigen Jahren wieder eine schlagkräftige Mannschaft mit Spielern, die das Zeug zum Star haben. Dann rückt Beiersdorfer mit Freuden ins zweite (Medien-)Glied. Hat er keinen Erfolg, wird er wie seine Vorgänger mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt. Und die WM bleibt für HSV-Spieler weiter nur ein TV-Ereignis.

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