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CDU Pinneberg : Natalina di Racca-Boenigk erneut zur Chefin gewählt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Politikerin Natalina di Racca-Boenigk ist während der Jahreshauptversammlung wiedergewählt worden. Die Fraktion stellt sich hinter Bürgermeisterin Steinberg.

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erstellt am 30.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Pinneberg | Die alte Chefin ist auch die neue: Die Vorsitzende der Pinneberger CDU, Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk , ist von den Mitgliedern des Ortsverbands am Mittwochabend im Amt bestätigt worden. Während der Jahreshauptversammlung im VfL-Heim wurde sie mit 31 Ja-Stimmen bei drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung wiedergewählt. Stellvertretender Vorsitzender wurde Florian Kirsch, ein Zeitsoldat, der am Mittwoch in Abwesenheit 32 Ja-Stimmen erhielt – es gab eine Nein-Stimme und zwei Enthaltungen. Felicitas Lorenz, deren Arbeit hoch gelobt wurde, ist wieder Schatzmeisterin und Ingeborg Triskatis darf den Posten der Schriftführerin ausüben.

Zwei Themen, die bereits seit ihrer vorigen Amtszeit angeschoben worden sind, sollen auch weiter verfolgt werden, kündigte di Racca-Boenigk an: Dazu gehören die Öffentlichkeitsarbeit und die Herausgabe des Drosteikuriers, der „auf neue Beine gestellt wurde“.

Dann erteilte sie CDU-Fraktionschef Andreas Meyer das Wort: „Kurz, knapp und laut“ wünschte sich di Racca-Boenigk seinen Vortrag. Meyer redete Klartext: „Die Verwaltung arbeitet nicht so, wie wir es wünschen“, sagte er. Dann zählte er die Pleiten und Pannen auf: Seit sieben Jahren suche der VfL Pinneberg ein geeignetes Areal für einen Hockeyplatz. „Obwohl der Verein die Eigeninitiative ergriffen und einen Sponsor gefunden hat, findet die Stadt trotzdem keinen Platz“, kritisierte Meyer.

Auch das THS-Gutachten kam aufs Tapet. Das sollte klären, wieso es zu den Pannen bei der Bauausführung an der Theodor-Heuss-Schule kam. „Das Gutachten sagt: Alles ist in Ordnung. Keiner habe Schuld. Es gibt aber Verantwortliche: Zum Teil bekannt, aber nicht zu fassen.“

Altlasten zu tragen

Doch Meyer stellte sich letztendlich hinter die Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos). Sie hätte vieles am Hals, dass schon vor ihrer Zeit passiert sei. Als Beispiel nannte er beispielsweise die Unterschlagung von Geldern durch eine Schulsekretärin. Steinberg würde in der Verwaltung Fehlentwicklungen ahnden, verriet Meyer. „Das führt zu Verdrießlichkeiten in der Verwaltung. Der Druck steigt.“ Meyer lobte Steinbergs Engagement im Zuge der Westumgehung. „Die Bürgermeisterin hat viel geleistet und die Querulanten angesprochen.“ Die Entwicklung des Rehmenfelds, des Ilo-Geländes und der Müßentwiete – diese Projekte treibe die Bürgermeisterin voran.

Auch auf die prekäre Haushaltslage mit einem jährlichen Minus von sechs Millionen Euro kam Meyer zu sprechen. Seit Jahren gebe es die Last der Konsolidierung. Einer Erhöhung der Grundsteuer erteilte er eine Absage: „Mit der CDU ist das nicht so leicht zu machen.“ Es gebe andere Möglichkeiten. So verteidigte er – anders als die SPD – die Einstellung der Laub-Aktion. Etwa 15.000 Euro würden dadurch jährlich eingespart. Das Thema Flüchtlingsproblematik – es durfte nicht fehlen: Die Verwaltung habe das bisher gut gelöst. „Wir spüren nichts davon“, sagte Meyer.
 

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