Nächstes Ziel: Machbarkeitsstudie

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Beim Neujahrsgespräch blickt Bürgermeister Jürgen Rahn auf die nächsten Projekte / TuS bleibt weiter das Provisorium

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16. Januar 2018, 18:03 Uhr

„Dieses Jahr steht im Zeichen der Wahl. Es könnte sein, dass wir eine neue Gemeindevertretung und einen neuen Bürgermeister bekommen“, sagte Jürgen Rahn (CDU, Foto links), Bürgermeister von Borstel-Hohenraden, am Sonntag beim traditionellen Neujahrsgespräch. Bevor er sich an die geladenen Vereinsvertreter wandte, richtete er einen Appell an die Politik: „Es ist klar, dass es hier etwas mehr Wahlkampf geben wird. Ich hoffe, es wird fair, aber davon gehe ich aus.“

Egal, wer Bürgermeister sein wird, Rahn kümmert sich in diesem Jahr wieder mit der Freiwilligen Feuerwehr um das Public Viewing der Fußballweltmeisterschaft. „Ich denke, es bleibt uns gar nichts anderes über“, sagte Rahn, der die Gemeindevertreter zur Mithilfe aufrief, damit nicht die ganze Arbeit an den Blauröcken hängen bleibe. „Das ist ein Treffen für alle – jung und alt. Es ist eine tollte Veranstaltung und macht Spaß“, sagte Rahn. Wehrführer Lorenz Groth ergänzte: „Und gewonnen haben wir auch mal. Daher müssen wir es machen.“

Rahn blickte auf die anstehenden und aktuellen Themen in der Gemeinde. So soll im März die Dorfstraße saniert werden. „Eine konkrete Planung haben wir noch nicht“, sagte der Bürgermeister. Kritik am Grabensystem der Gemeinde wies Rahn zurück. „Unsere Gräben funktionieren, aber bei solchen Mengen bleibt das Wasser auch mal stehen und kann nicht mehr abfließen. Aber wir haben kein Problem“, beschwichtigte der Bürgermeister. Der Bauhof werde in diesem Jahr fünf Kilometer Gräben pflegen. Sollten keine Einsprüche gegen das Gewerbegebiet eingehen, könnten dort ab Sommer die Bagger rollen. „Die Nachfrage ist, ohne dass wir Werbung gemacht haben, so immens, dass wir die Flächen drei- bis viermal hätten verkaufen können“, erläuterte Rahn. „Da freut sich der Kämmerer über die Einnahmen.“ Geld sei auch noch zu verteilen – aus der 625-Jahr-Feier der Gemeinde. „Wir hatten angeregt, einen Förderverein zu gründen, der sich vielleicht für in Not geratene Kinder einsetzt. Das wäre schön, wenn sich jemand findet“, sagte Rahn.

Rolf Sieberkrob (Foto, Mitte), Vorsitzender des TuS Borstel-Hohenraden, machte seinem Unmut Luft: „Wir haben keine Lust mehr in einem Provisorium und Container zu hausen.“ Das sei eines Vereins mit etwa 2000  Mitgliedern nicht würdig. „Gefühlt hat sich im vergangenen Jahr nichts getan. Es wird immer auf die Machbarkeitsstudie verwiesen, aber da passiert nichts“, sagte Sieberkrob. Rahn: „Das dauert mir auch zu lange. Die Machbarkeitsstudie ist aber im Rahmen des Dorfentwicklungskonzepts notwendig.“ „Das ist mir zu wenig. Wir können nicht fünf Jahre warten. In zwei Jahren läuft unsere Ausnahmegenehmigung für die derzeitige Lösung aus“, erwiderte Sieberkrob. Arndt Kampowsky (Fraktionschef der Freien Wählergemeinschaft, Foto rechts) beschwichtigte: „Wir haben nur begrenzte Mittel. Die Machbarkeitsstudie ist notwendig, um Fördergelder zu bekommen.“ Man könne schnell etwas aus dem Boden stampfen, doch sei dies nicht unbedingt die richtige strukturelle Entscheidung. „Machbarkeitsstudie heißt in dem Fall nicht vielleicht, sondern es wird in konkreten Maßnahmen fußen. Wir wollen Borstel-Hohenraden stärken mit einem großen Angebot. Das dauert leider alles seine Zeit, aber wir sind sicher, dass es für alle besser wird.“

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