Nächster „Roter Hahn“ für die Wehr

Antreten in Ausgehuniform und Kommando-Übergabe waren für die Kameraden bei der Ehrengabe angesagt.
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Antreten in Ausgehuniform und Kommando-Übergabe waren für die Kameraden bei der Ehrengabe angesagt.

Feuerwache in Hetlingen besteht zweite Stufe der Prüfung zur Ehrenvergabe des Landesfeuerwehrverbandes

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06. Juli 2018, 16:00 Uhr

Seit einem Jahr ziert der „Rote Hahn“ die Feuerwache in Hetlingen. Nun erhält er Gesellschaft, denn die Hetlinger Kameraden haben die zweite Stufe der mit dieser Ehrengabe des Landesfeuerwehrverbandes verbundenen Leistungsbewertung, schlicht „Roter Hahn II“ genannt, erfolgreich bestanden. Dorfbewohner in großer Zahl, unter ihnen Bürgermeister Michael Rahn-Wolff (Freie Wählergemeinschaft), viele Gemeindevertreter sowie Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier (CDU), beobachteten die stundenlange Prüfung.

Es begann hinter verschlossenen Türen. Das Prüfungstrio des Kreisfeuerwehrverbandes unter Leitung des Hasloher stellvertretenden Wehrführers Lars Breckwoldt ließ sich die Bücher zeigen. Dann waren die Räumlichkeiten dran. Es ging um „den pfleglichen Umgang mit dem der Feuerwehr anvertrauten Geräten und Liegenschaften“, so die Prüfungsvorgabe. Die Sauberkeit der Fahrzeuge wurde kontrolliert, ebenso die Vollständigkeit und Funktionsfähigkeit der Ausrüstungen. Alles, was die Brandschützer brauchen, um ihre Einsätze erfolgreich durchzuführen, wurde begutachtet.

Dann waren die Frauen und Männer der Wehr selbst dran. Antreten und Wegtreten, Kommandos geben – all das musste klappen. Damit nicht genug: Die Prüfer achteten auch darauf, ob jeder vorschriftsmäßig angezogen war. Einmal in Ausgehuniform, dann in Einsatzkluft.


Übungen für den Ernstfall

Schließlich wurde ein Ernstfall geprobt. Das Szenario: Feuer in den Umkleideräumen der Sportler, im Gebäude hinter der Wache. Es ging auch um vermisste Personen, die zu allererst gefunden und in Sicherheit gebracht werden mussten.

Im Ernstfall muss sowas sehr schnell und bestens durchorganisiert passieren. Kriegten die Hetlinger das unter den prüfenden Blicken der Kommission hin? Ein bisschen Prüfungsnervosität war bei den Kameraden zu spüren. Immer wieder warfen die Brandschützer im Einsatz auch Blicke auf ihre Prüfer. Vielleicht, um an deren Mienen zu erkennen, wie sie die einzelnen Schritte der Aktion beurteilten.

Aber alles klappte zur Zufriedenheit. Die Vermissten wurden gerettet, das Feuer gelöscht, Schläuche vorschriftsmäßig wieder eingerollt. Der Sicherheitsbeauftragte der Wehr, Wolf-Oliver Krohn, musste als letzte Prüfungsaufgabe einen Vortrag über die Sicherheit halten. Dann überreichte Kreis- und Landesbrandmeister Frank Homrich die Ehrengabe, den „Roten Hahn zwei“. Danach durfte gefeiert werden. Dem Hetlinger Gruppenführer Thomas Sparr fiel ein Stein vom Herzen, denn er hatte sich für diese Prüfung besonders ins Zeug gelegt und die Vorbereitungen organisiert.

Kommt denn eines Tages auch der „Rote Hahn III“ nach Hetlingen? „Vielleicht, aber bestimmt nicht schon im nächsten Jahr“, meinte Wehrführer Oliver Schönfeldt. Die Anforderungen für die nächsthöhere Prüfungsstufe seien enorm hoch, gab er zu bedenken. Da sei es gut, zunächst einmal eine Pause einzulegen.

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