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„Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ : Nachwuchswissenschaftler präsentieren ihre Arbeiten

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Pinneberg nehmen am Regionalentscheid von „Jugend forscht“ in Elmshorn teil. Die Besten von ihnen dürfen im März ihre Ergebnisse in Kiel beim Landesentscheid der Öffentlichkeit vorstellen.

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erstellt am 03.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Elmshorn | 104 Wissenschaftler in spe beteiligen sich am Freitag, 12. Februar, am Regionalentscheid des 51. Schülerwettbewerbs „Jugend forscht“ in Elmshorn. Von 14 bis 16 Uhr stellen sie ihre Projekte in der Nordakademie an der Köllner Chaussee der Öffentlichkeit vor. Mit von der Partie bei dem einen der insgesamt drei Regionalentscheide im nördlichsten Bundesland sind auch 21 Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Pinneberg. Sie besuchen Schulen in Elmshorn, Pinneberg, Quickborn, Schenefeld und Uetersen.

Die älteren Teilnehmer messen sich bei „Jugend forscht“, die jüngeren Tüftler beim Nachwuchswettbewerb „Schüler experimentieren“. Besonders spannend dürfte es beim Nachwuchswettbewerb werden. Denn da treten die Kinder aus dem Kreis Pinneberg in den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie sowie Technik gegen ihresgleichen aus der Region an. Bei „Jugend forscht“ hingegen geht nur Jan Soller aus Elmshorn in der Kategorie Biologie an den Start, Kristian Warnholz und Paul Söhngen in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften. Die übrigen Teilnehmer des Schülerwettbewerbs, der das Motto „Neues kommt von Neugier“ trägt, kommen aus anderen Kreisen oder kreisfreien Städten. Die Sieger, die übermorgen von 20 Juroren festgelegt werden, dürfen anschließend zum Landesentscheid nach Kiel fahren, der am 16. und 17. März an der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität ausgetragen wird, das Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai in Paderborn.

Ins Leben gerufen wurde „Jugend forscht“ vom damaligen „Stern“-Chefredakteur Henri Nannen. Im Dezember 1965 erschien das Magazin mit der Schlagzeile: „Wir suchen die Forscher von morgen“. Nannens Ziel war es, mit dem Schülerwettbewerb den qualifizierten Nachwuchs an jungen Wissenschaftlern zu fördern. Das Vorbild für „Jugend forscht“ war aus den USA gekommen. Dort hieß der Wettbewerb „Science Fairs“.

Diese Tüftler nehmen an „Jugend forscht“ teil

Jugend forscht: Biologie

Jan Soller (15) von der Bismarckschule in Elmshorn hat sich dem Thema „Photometer auch als App? Ein Test der App als Vergleich mit dem richtigen Gerät“ gewidmet. Dabei ging er der Frage nach, ob ein Photometer, ein Instrument zur Messung photometrischer Größen wie Lichtstärke oder Leuchtdichte, durch eine für ein Smartphone oder Tablet verfügbare Applikation ersetzt werden könnte.

Jugend forscht: Geo- und Raumwissenschaften

Kristian Warnholz (16) und Paul Söhngen (16) vom Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen haben sich dem Thema „Modelle zur Optimierung der Hamburger Infrastruktur“ gewidmet. Dabei beschäftigten sie sich mit den Fragestellungen, wie Staus dezimiert, etwa durch den Bau eines Autobahnrings, und wie die Schadstoffemissionen verringert werden könnten.

 

Was klein begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer großen Aktion. So nehmen 2016 in Schleswig-Holstein 424 Kinder und Jugendliche an dem Wettbewerb teil. Im Jahr 2015 waren es 345. Das entspricht einem Plus von 22,9 Prozent. Bundesweit gehen 12  058 Nachwuchswissenschaftler an den Start – 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten, so auch in Schleswig-Holstein, beteiligen sich nach „Jugend forscht“-Angaben im Bereich Biologie. Der Mädchenanteil beträgt mit 131 Teilnehmerinnen etwa 31 Prozent.

Außer in Elmshorn gibt es noch zwei weitere Regionalentscheide: in Geesthacht am 19. Februar und in Heide am 27. Februar. An dem Regionalentscheid in Geesthacht nehmen ebenfalls Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Pinneberg teil – etwa aus der Rolandstadt Wedel.

Diese Tüftler nehmen an „Schüler experimentieren“ teil 

Schüler experimentieren: Arbeitswelt

Fabian Mars (13), Frederik Büßer (11) und Julius Gerdts (12) vom Johann-Rist-Gymnasium in Wedel haben sich dem Thema „Der Tütentest“ gewidmet. Dabei haben die drei Jungen die Tragfähigkeit von Tüten gemessen. Zudem haben sie Passanten nach ihrer Meinung zu Papier- sowie Plastiktüten befragt.

Schüler experimentieren: Arbeitswelt

Jana Linn Tolksdorf (13) aus Quickborn und Thu-An Duong (13) vom Coppernicus-Gymnasium in Norderstedt haben sich dem Thema „Mollig warm unterm Regenschirm“ gewidmet. Dabei gingen sie der Frage nach, ob es nicht möglich wäre, einen beheizbaren Regenschirmgriff zu erfinden. Dafür befassten sie sich mit Wärmeleitung und der Speicherung von Wärme.

Schüler experimentieren: Biologie

Luisa Schubert (8) von der Bismarckschule in Elmshorn hat sich dem Thema „Anpassung von Pflanzen: Der Sonnenblumenkern“ gewidmet. Dabei wollte das Mädchen am Beispiel der Sonnenblume belegen, dass sich Pflanzen an ihre Umwelt anpassen.

Schüler experimentieren: Biologie

Anton Buchtmann (11) vom Coppernicus-Gymnasium in Norderstedt und Justus Hammerer (12) vom Gymnasium Schenefeld haben sich dem Thema „Bakterien züchten“ gewidmet. Dabei züchteten sie verschiedene Bakterien-Arten an unterschiedlichen Orten, etwa hellen, dunklen, warmen und kalten.

Schüler experimentieren: Biologie

Lars Nürnberg (13) von der Johann-Comenius-Schule in Pinneberg und Jonas Mokelke (11) von der Elsa-Brändström-Schule in Elmshorn haben sich dem Thema „Gewässeruntersuchung“ gewidmet. Dabei untersuchten sie zwei Seen und zwei Flüsse auf deren Güteklasse. Das Ziel sollte sein, die Frage zu beantworten, ob Flüsse in Stadtnähe stärker verunreinigt sind als welche auf dem Land.

Schüler experimentieren: Biologie

Jan Willmer (12) von der Theodor-Heuss-Schule in Pinneberg hat sich dem Thema „Pilzbefall bei Nüssen“ gewidmet. Er untersuchte Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse und Pistazien und fand heraus, welche schneller oder mehr von Pilzen befallen sein können.

Schüler experimentieren: Biologie

Jonas Läpple (12) und Marcus Baumann (12) von der Elsa-Brändström-Schule in Elmshorn haben sich dem Thema „Superabsorber als Wasserquelle für Pflanzen in trockenen Gebieten der Erde“ gewidmet. Dabei wollten sie herausfinden, ob Superabsorber, also Kunststoffe, die in der Lage sind, ein Vielfaches ihres Eigengewichts an polaren Flüssigkeiten aufzusaugen, Regenwasser speichern können. Zudem haben die beiden gemeinsam mit Schulkamerad Marvin Gerotzky (12) die Frage praktisch am Beispiel von Kresse und Bohnen erörtert.

Schüler experimentieren: Biologie

Lara Brümmer (12) vom Elsensee-Gymnasium in Quickborn hat sich dem Thema „Verhaltungs-Versuche mit Meerschweinchen“ gewidmet. Dabei wollte sie das Lern-Verhalten der Tiere erforschen. Sie beschäftigte sich dabei unter anderem mit dem Fressverhalten und der Frage, ob sogenannte Leckerlies nicht auch selbst hergestellt werden können.

Schüler experimentieren: Chemie

Liam Looks (11) vom Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen hat sich dem Thema „Feuer und Flamme“ gewidmet. Das Kind wollte eine neue Löschtechnik für kleine Brände entwickeln, etwa einen in Flammen stehenden Adventskranz.

Schüler experimentieren: Chemie

Jan-Luca Skrzipczyk (13) von der Grundschule Thesdorf in Pinneberg und Jonas Rastagar (12) vom Gymnasium Kaltenkirchen haben sich dem Thema „Gibt es eine Beziehung zwischen der Oberflächenspannung und der Stabilität der Seifenblasen?“ gewidmet. Dafür erzeugten sie eine Lösung und daraus eine Seifenblase. Diese wurde dann gemessen.

Schüler experimentieren: Technik

Nils Benn (13) vom Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen hat sich dem Thema „Flaschenschredder“ gewidmet. Er erfand einen aus Holz gefertigten Schredder, um mehr Kunststoffabfälle in eine Mülltonne zu bekommen.

Schüler experimentieren: Technik

Kim Schulz (13) vom Elsensee-Gymnasium in Quickborn hat sich mit dem Thema „Maßgenauer Roboter für alle Hürden beziehungsweise Erkundung von Gebieten“ gewidmet. Sie wollte einen Roboter anfertigen, der fast jede  Hürde meistern kann.

Schüler experimentieren: Technik

Florian Meyn (13) vom Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen hat sich dem Thema „Zitronenauto 2.0“ gewidmet. Er wollte ein Spielzeugauto erfinden, das mit Zitronensäure betrieben werden kann.

 
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