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Sänger setzen auf moderne Lieder : Nachwuchssorgen beim Männergesangvereins in Pinneberg

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Uwe Asmussen bleibt Vorsitzender des Pinneberger Männergesangvereins von 1857. Zur Bekämpfung der Nachwuchssorgen sind jetzt Kooperationen geplant.

shz.de von
erstellt am 19.Jan.2016 | 17:30 Uhr

Pinneberg | „Singen macht glücklich, egal ob man allein oder im Chor singt“ – die Mitglieder des Pinneberger Männergesangvereins von 1857 haben diese von Ärzten bestätigte Lebensweisheit verinnerlicht. Sie bekräftigten bei ihrer Jahreshauptversammlung, ein „sehr gutes Immunsystem zu haben“. „Wenn ich mich in unserem Kreis umschaue, kann ich den Medizinern nur zustimmen“, ergänzte Uwe Asmussen, Vorsitzender des Männergesangvereins.

Die Mitglieder wählten Asmussen erneut einstimmig zum Vorsitzenden. „Das sind ja fast bayerische Verhältnisse“, kommentierte ein Mitglied die Wahl. Ehrenbürgermeister und Sänger Hans-Albert Höft bedankte sich bei seinen Kollegen für deren spontanen Auftritt bei seiner goldenen Hochzeit. „Ihr habt uns viel Freude bereitet“, so der Bundesverdienstkreuzträger. Die Sänger freuen sich im bevorstehenden Jahr auf diverse Höhepunkte. Die Planungen für das Stiftungsfest am 27. Februar im Rellinger Hof laufen auf Hochtouren. Eisbein, Krustenbraten, Grillhaxe oder doch lieber Kabeljau? Die Mitglieder unter der Leitung des zweiten Tenors Rainer Herrmann planen ein Menü mit kulinarischen Raffinessen.

Mit musikalischen Events geht es weiter am 17. April in der Lutherkirche. Hier treten die Pinneberger gemeinsam mit dem Spitzerdorf-Schulauer Männergesangverein auf. Der gleiche Chor wird den Pinneberger Männergesangverein beim Konzert am 24. April in der Kirche „Zu den zwölf Aposteln“ in Lurup begleiten. Beide Veranstaltungen stehen unter dem Motto „Frühlingsgruß“. Mit ihrem Auftritt bereichern sie zudem das Rosenfest.

Asmussen thematisierte Nachwuchssorgen. „Bei uns ist es wie bei allen Männerchören: Die Anzahl der singenden Männer sinkt“, bedauerte der Vorsitzende. Die Zahl der aktiven Sänger verringert sich in diesem Jahr von 32 auf 26. Die sangesfreudigen Pinneberger planen deshalb, jüngere Sänger aus dem Kreis zu begeistern. „Wir müssen uns an neue, zeitgemäße Lieder wagen, um zu zeigen, dass wir uns – neben unseren klassischen Stücken – an Neues trauen“, so der Vorsitzende. Die Pinneberger sind dabei, kontinuierlich an ihrem musikalischen Niveau zu arbeiten. Chorleiter Oliver Zielke liebäugelt mit einem sogenannten Salatkonzert, bei dem Teilnehmer Salate mitbringen. Geplant ist, möglichst viele Chöre sowie die Musikschule mit ins Boot zu holen. „Wir müssen über den Tellerrand schauen und dürfen nicht nur unser eigenes Süppchen kochen“, erläuterte Zielke.

Die Sänger planen, gemeinsame Chorfreizeiten – beispielsweise an den Plöner See – zu organisieren. „Hier geht es nicht darum, sich zu verlustieren, sondern konzentriert zu üben“, bekräftigte Oliver Hißnauer. Auch intensivere Proben sind geplant.

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