Große Vorfreude auf die Hauptstadt : Nachwuchsingenieure vom Wolfgang-Borchert-Gymnasium fahren nach Berlin

Technikbegeistert: Lehrer Martin Kaiser (v. l.), Nils Martens, Fynn Feistauer, Gesa Tiedemann und Schulleiter Veit Poeschel.
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Technikbegeistert: Lehrer Martin Kaiser (v. l.), Nils Martens, Fynn Feistauer, Gesa Tiedemann und Schulleiter Veit Poeschel.

Nach dem Sieg beim Ingenieurwettbewerb in Kiel wollen Schüler des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums auf Bundesebene abräumen.

shz.de von
30. April 2016, 16:00 Uhr

Halstenbek/Berlin | Motivation, Fleiß und Kreativität zahlten sich für Schüler des Halstenbeker Wolfgang-Borchert-Gymnasiums aus: Wie diese Zeitung berichtete, wurden vier Gruppen beim Schüler-Ingenieurwettbewerb „Überdacht“ der Länderkammern 2015/2016 jüngst in Kiel ausgezeichnet. Der Lohn dafür: Die in der Preiskategorie A Erstplatzierten Timo Braun, Takashi Themann und Tim Wessel fahren am 3. Juni zur Bundespreisverleihung ins Deutsche Technikmuseum in Berlin. Die anderen Teams, jeweils drei Schüler, belegten die Plätze sechs, acht und zehn.

13 Achtklässler, die sich für das Wahlpflichtfach Physik entschieden hatten, beschäftigten sich seit den Herbstferien mit dem Projekt. Mit Holz, Transparentpapier und Raketenstöcken erstellten die Teilnehmer durchdachte Modelle für Stadiondächer. Angeleitet wurden sie vom Physik- und Mathelehrer Martin Kaiser, der bereits letztes Jahr einer Klasse zum Erfolg verholfen hatte. Er ist von der Leistung fasziniert: „Die Schüler zeigten viel Eigeninitiative und arbeiteten oft noch zu Hause weiter.“ Ganz nach dem Prinzip „learning by doing“ eigneten sie sich Wissen über Architektur an, etwa über den goldenen Schnitt und Statik.

„Die Gruppen wurden zugelost, weil so oft die genialsten Ideen entstehen“, erklärte Kaiser beim Besuch in der Schule. Einzig die Erstplatzierten bestanden darauf, in einem Team zu sein. Takashi zum Entstehungsprozess: „Wir wollten gerne zusammenarbeiten, weil wir im Dreierkonstrukt am effizientesten arbeiten.“ Auch bei Referaten kooperieren die Technikbegeisterten. „Trotz Startschwierigkeiten und kleinen Streitereien haben wir es geschafft und dabei auch viel gelernt“, sagte Timo stolz.

Alle sind sich bewusst: In Berlin ist die Konkurrenz sehr stark, doch die Vorfreude auf die Reise steigt bereits. Einstimmig wurde entschieden, dass die ganze Klasse gemeinsam zur Preisverleihung fährt. „Ich freue mich sehr, dass wir so engagierte Schüler und Kollegen wie Herrn Kaiser haben“, lobte Schulleiter Veit Poeschel. Als Physiklehrer begeistere ihn besonders die Motivation der jungen Naturwissenschaftler. „In diesem Bereich habt ihr große Berufschancen“, prophezeite er der Klasse.

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