Nachwuchs-Tüftler bauen Roboter

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02. Februar 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg | Ein Auto aus Legosteinen zusammenbauen - kinderleicht. Das Auto dazu bringen, dass es selbstständig einen festlegten Kurs abfährt - schon schwieriger. Wie es geht, bringt Elektrotechnik-Student Mads Krohn von der TH Harburg den Teilnehmern des Robotik-Kurses an der Johann-Comenius-Schule (JCS) bei. Die Schüler der Klassenstufen fünf bis sieben treffen sich einmal in der Woche mit Krohn und tüfteln sowohl an Mechanik und Elektronik ihrer kleinen Roboter, als auch an der Software.

Der Robotik-Kursus ist eines von vier Angeboten des Programms für besonders begabte Schüler an der JCS - gefördert vom Land Schleswig-Holstein im Rahmen von "ShiB - Schule inklusive Begabtenförderung". Außerdem im Angebot: Die Philosophie-AG "Denken ohne Grenzen", ein Debattierclub und die AG "Raus mit der Sprache" in der die Schüler kreativ schreiben und auch mal an einem Poetry-Slam teilnehmen. Die Kurse werden dabei nicht nur von den Lehrern, sondern auch von Eltern und älteren Schülern organisiert.

"Die Angebote sind nicht für alle", erklärt Projektleiter Knut Leweke: "Etwa zehn Prozent der Schüler werden in den Notenkonferenzen vorgeschlagen." Er betont aber, dass es nicht nur um gute Noten gehe. "Wir wollen nicht diejenigen besonders fördern, die auf eine Frage des Lehrers eine richtige Antwort geben, sondern die, die eine kluge Gegenfrage stellen." Das Interesse von Schülern, die im Unterricht unterfordert sind, soll so wachgehalten werden. Statt Langeweile soll Freude am Lernen vermittelt werden. "Natürlich profitieren zunächst mal die Begabten von diesem Angebot", erklärt Leweke, "aber wenn sie neue Motivation gewinnen, sind sie dann ein Lernmotor für ihre Mitschüler." Das eine solche Sonderbehandlung auch Probleme schaffen kann, wissen die Verantwortlichen. Schülerpaten, wie Maybrit Venzke, dienen als Vermittler zwischen den "ShiB"-Teilnehmern, Lehrern und Mitschülern. "Wir versuchen, die Kommunkation zu verbessern und klären über das Projekt auf", erzählt Maybrit. So versuchen die Paten zu vermeiden, dass Teilnehmer als "Streber" abgestempelt werden.

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