Nachwuchs-Talente auf der Bühne

Elf Nachwuchsmusiker nutzten die Bühne in der Aula ihrer Grundschule zum Vorspielen. Musiklehrerin Theresa Schnabel (rechts) organisierte den Schülermusiknachmittag zum zweiten Mal. Ihr Mann Kai Schnabel (links) begleitete einige Talente am Klavier.
Elf Nachwuchsmusiker nutzten die Bühne in der Aula ihrer Grundschule zum Vorspielen. Musiklehrerin Theresa Schnabel (rechts) organisierte den Schülermusiknachmittag zum zweiten Mal. Ihr Mann Kai Schnabel (links) begleitete einige Talente am Klavier.

Zweiter Schülermusiknachmittag gibt Kindern die Möglichkeit, erste Auftrittserfahrungen zu sammeln

shz.de von
03. Juli 2018, 16:00 Uhr

Am Sonnabendnachmittag erhielten Spaziergänger mitten in Hasloh ein Gratis-Konzert. Aus der Schule erklangen Mozart-Sonaten am Klavier, moderne Gitarren- und Schlagzeugklänge sowie gefühlvoller Gesang. Die Musiklehrerin und Chorleiterin der Peter-Lunding-Grundschule Theresa Schnabel hatte zum zweiten Schülermusiknachmittag geladen.

Elf musikalische Nachwuchstalente aus Hasloh im Alter von sechs bis elf Jahren hatten sich dafür angemeldet. Die jüngste Teilnehmerin war Schnabels Tochter Lumina, die das abwechslungsreiche Programm mit einem Medley am Klavier eröffnete.

Die zierliche Erstklässlerin begeisterte ihr Publikum mit ihrem für ihr Alter recht umfangreichen Repertoire, zu dem der irische Psalm „Möge die Straße“ genauso gehörte wie Georg Friedrich Händels „Feuerwerksmusik“ oder das Lied der Pippi Langstrumpf. Anmoderiert wurde Lumina von ihrer älteren Schwester Felicia, die charmant auch die anderen jungen Musiker ankündigte.

Als Felicia selbst mit einer gefühlvollen Interpretation von Bette Midlers „The Rose“ auftrat, tauschten die Schnabel-Schwestern die Rollen und die kleinere Lumina übernahm die Moderation. Am Klavier gaben außerdem Smilla Lehmann, Joshua Konieczek, Sara Fahrngruber, Juli Kanalas, Lisa Pfisterer, Malaika Merseburger und Leo Tianrui Ding beeindruckende Einblicke in ihr musikalisches Können. Smilla spielte ihr Lieblingsstück „Freude schöner Götterfunken“ von Ludwig van Beethoven. Die Zweitklässlerin besucht seit zwei Jahren die Musikschule in Bilsen. Besonders gut gefallen habe ihr, dass sie beim Vorspielen ihre Freunde getroffen hat, berichtete sie.

Auch Malaika hatte viel Spaß an dem Nachmittag, auch wenn sie, nach eigenen Worten, schon ziemlich nervös war. Malaika besucht die Musikschule in Hasloh im zweiten Jahr. Sie mag eigentlich lieber moderne Musik, hatte sich fürs Vorspielen allerdings auch etwas Klassisches ausgesucht.

Regelrecht virtuos präsentierte Leo Scott Joplin’s „The Entertainer“ und machte anschließend die wohl tiefste und eleganteste Verbeugung des Nachmittags. Der Siebenjährige gewann 2017 den ersten Preis beim Regionalwettbewerb von „Jugend mu siziert“.

Wie im vergangenen Jahr war die Voraussetzung für eine Anmeldung der jungen Künstler, dass sie ihr Stück im Vorfeld in ihrem Musikunterricht vorspielreif einstudiert hatten. Jonathan Matuch (Gitarre) und Ben Dobberstein (Schlagzeug) hatten erst kürzlich eine Band gegründet. Sie spielten „Hall of Fame“ von The Script und erhielten dafür Lob und Ermutigung von Organisatorin Theresa Schnabel, ihr Projekt unbedingt weiter zu verfolgen. Die Musiklehrerin war mit dem kurzweiligen Nachmittag ebenso zufrieden wie die stolzen Eltern des Musiknachwuchses sowie ein paar interessierte Bürger, die zum Zuschauen gekommen waren.

„Für einige war es das erste Vorspielen“, sagte Schnabel. Dafür sei so ein kleiner geschützter Rahmen in der den Kindern wie ihr Zuhause bekannten Aula der Grundschule optimal, so die Musikpädagogin weiter. Sie freue sich bereits aufs nächste Jahr und die Fortschritte, die die Kinder bis dahin wieder gemacht haben.

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