Nachwuchs mit drei Gruppenchefs

Jugendwart Tobias Heydorn (rechts) und sein Stellvertreter Jonas Bleckwedel nehmen Annika Herkt und Marvin Jürgena zur feierlichen Verabschiedung in die Einsatzabteilung in ihre Mitte.
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Jugendwart Tobias Heydorn (rechts) und sein Stellvertreter Jonas Bleckwedel nehmen Annika Herkt und Marvin Jürgena zur feierlichen Verabschiedung in die Einsatzabteilung in ihre Mitte.

Jahreshauptversammlung der Rellinger Jugendfeuerwehr: Till Berg leitet neuen Vorstand / Freundschaften durch Dienst und Spaß

shz.de von
02. Februar 2018, 16:00 Uhr

Annika Herkt legte sich zum Abschied noch einmal richtig ins Zeug. Ihr Bericht an die Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr strotzte vor Informationen, humorvoll vorgetragen und per PowerPoint-Präsentation mit einem wahren Feuerwerk schöner Fotos garniert. Wegen Erreichens der Altersgrenze verließ die Jugendgruppenleiterin ebenso wie Gruppenführer Marvin Jürgena die Nachwuchsorganisation an diesem Tag. Beide wechselten nach feierlicher Verabschiedung in die Einsatzabteilung über.

Für 2018 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Till Berg übernahm ohne Gegenstimme die Leitung. Die Zahl der Gruppenführer wurde auf drei erhöht, da die Mitgliederzahl wegen der langen Warteliste auf 35 aufgestockt werden soll. Gewählt wurden Laurence Warnke, Thiemo Rickenstorf und Lucas Harms. Jan Zehetbauer übernahm den arbeitsreichen Job des Schriftführers, Sebastian Kramp wurde für ein weiteres Jahr als Kassenwart bestätigt. Mädchen gibt es im neuen Vorstand nicht. Auch in der Mitgliedschaft sind sie nur schwach vertreten. Zu Jahresbeginn waren es vier neben 28 Jungen.

Eröffnet wurde die Versammlung vom stellvertretenden Bürgervorsteher Peter Geercken (SPD). Er ging besonders auf den Wert der Freundschaften ein, die in der Gemeinschaft der Jugendfeuerwehr entstehen. Bürgermeister Marc Trampe (parteilos) war voller Lob für den Internet- und auch den Facebook-Auftritt der Jugendfeuerwehr und hob die Unentbehrlichkeit der Gruppe als Nachwuchs für die Einsatzabteilung hervor. Sein besonderer Dank galt den Ausbildern und Betreuern, die Dienst und Freizeitvergnügen bestens zu mischen verstehen.

Genau diese Mischung spiegelte sich in Herkts Jahresbericht wieder. Sie beschrieb die lehrreichen Dienstabende mit Knoten- und Gerätekunde als Einstieg, gefolgt von feuerwehrtechnischen Aufgaben. Diese Dienste in der Feuerwache am Ellerbeker Weg 6 finden an jedem zweiten Dienstag von 18.30 bis 20 Uhr statt. Dazu kamen auswärtige Übungen, unter anderem an der Drehleiter und dem Teleskopmast in der Wache Elmshorn-Süd. Eine spannende Führung durch die Hallen der Flughafenfeuerwehr am Hamburger Airport war auch dabei. Ebenso gemeinsame Übungen mit anderen Jugendfeuerwehren, beispielsweise vier Einsätze zusammen mit den Ellerbeker Kameraden sowie eine Übung mit den Aktiven in der Baumschule Zorn.

Danach beleuchtete die scheidende Gruppenleiterin das Vergnügen: Besuch im Hochseilgarten Hasloh, das für die Rellinger Wettkämpfer sehr erfolgreiche Pfingstzeltlager, weiterhin Wettkämpfe anlässlich des Kreisjugendfeuerwehrtages in Prisdorf sowie nicht zuletzt sommerliche Schlauchbootfahren.

Besonders gründlich nahm Herkt „das absolute Höhepunkt des Jahres“, eine einwöchige Ausfahrt in den Harz, unter die Lupe: eine lange Wanderung nach der anderen. Die dazu gezeigten Fotos ließen ahnen, dass die Truppe dabei auch schon mal fußlahm wurde.

Das war überhaupt ein wiederkehrendes Merkmal der Vergnügungen. Sie alle forderten und förderten die Fitness der jungen Leute und stärkten den Sinn für Gemeinschaft.

Dazu kamen Einsätze für die Gemeinde Rellingen als Begleitung der Laternenumzüge und in eigener Sache zur Kassenaufbesserung der obligatorische Feuerwehr-Mettwurst-Verkauf zum Jahreswechsel. Die Bilanz lautet: 21 Dienste, 13 Sonderdienste und zahlreiche Veranstaltungen.



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