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Pinneberger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 08:22 Uhr

Nachtflieger: Es wird leiser am Himmel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fuhlsbüttel verkündet weniger Starts und Landungen / Steigerung erwartet

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Es ist leiser geworden rund um Hamburgs Flughafen, vor allem nachts: Laut Airport ist die Zahl der Flüge in der besonders störenden Zeit nach 23 Uhr im vergangenen Jahr um etwa ein Viertel zurückgegangen – eine gute Nachricht vor allem für die Anrainer im schleswig-holsteinischen Umland. Denn laut Flughandbuch müssen alle Maschinen nach 22 Uhr die Nordwestbahn benutzen. Tausende Bewohner in der Region Quickborn, Hasloh und Norderstedt sind damit Hauptleidtragende nächtlichen Fluglärms. Am City-Flughafen Fuhlsbüttel gilt ein generelles Nachtflugverbot zwischen 23 und 6 Uhr. Spätere Starts und Landungen sind nur mit Ausnahmegenehmigungen und gegen einen Aufschlag bei den Landegebühren möglich.

Nach den aktuellen Daten verzeichnete der Airport 2013 in der Zeit von 23 bis 24 Uhr einen Rückgang verspäteter Flüge um 99 auf 420, ein Minus von knapp 20 Prozent. Um sogar 30 Prozent sank die Zahl der Flüge zwischen 0 Uhr und 6 Uhr, von denen es 2013 noch 144 gab – also durchschnittlich etwas häufiger als in jeder dritten Nacht einen. Unter den Nachtfliegern waren lediglich 15 mit einer Ausnahmegenehmigung durch die Umweltbehörde. Für die übrigen 129 lagen medizinische Gründe vor, also Organtransporte und Notfälle. Für Airlines geht das Zuspätkommen ins Geld. Maschinen, die nach 22 Uhr in Hamburg starten oder landen, zahlen die doppelte Gebühr, von 23 bis 5.59 Uhr sogar das Dreifache der regulären Entgelte.

Auch tagsüber gab es erneut weniger Flugbewegungen, deren Gesamtzahl für 2013 bei 143 802 lag, ein Minus von 5,9 Prozent. Das entspricht dem Niveau von 1994. Damals waren jedoch nur 7,7 Millionen Fluggäste via Fuhlsbüttel unterwegs, 5,8 Millionen weniger als 2013. Hintergrund: Die Fluglinien setzen immer größere Maschinen ein und lasten diese zudem immer besser aus. Airport-Chef Michael Eggenschwiler (Foto): „Wir arbeiten mit höchster Priorität daran, dass die Fluggesellschaften mit modernem Fluggerät nach Hamburg fliegen.“ Als stadtnaher Airport sehe er sich in einer besonderen Verantwortung für Anwohner und Umwelt.

Der Trend zu immer weniger Flügen wird sich laut Eggenschwiler jedoch nicht fortsetzen. Für 2023 erwartet er 159 000 Flugbewegungen, ein jährliches Plus von gut einem Prozent.


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