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Pinneberger Tageblatt

22. August 2017 | 17:23 Uhr

Nach zwei Jahren schmeißt er hin

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

TuS Borstel-Hohenraden braucht im kommenden Jahr einen neuen Vorsitzenden / Zeitaufwand ist für Rolf Sieberkrob zu hoch

„Veränderungsankündigungen“, lautete am Mittwoch der letzte Punkt bei der Mitgliederversammlung des Turn- und Sportvereins Borstel-Hohenraden. Was sich dahinter verbarg, wurde bei der Ansprache des Vorsitzenden Rolf Sieberkrob (kleines Foto) klar: „Es zeichnen sich einige Veränderungen im Vorstand ab.“ Der zweite Vorsitzende Jens Hausschildt werde sich im kommenden Jahr nicht zur Wiederwahl stellen. Auch Sieberkrob, der im vergangenen Jahr die Führung des Vereins übernahm, stellt sein Amt zur Verfügung. Er sei bereit, weiter im Vorstand mitzuarbeiten, um einen sanften Übergang zu ermöglichen. Einen Know-How-Verlust wie vor einem Jahr wolle er vermeiden. Allerdings seien die derzeitigen Strukturen für den 911 Mitglieder zählenden Verein nicht mehr zeitgemäß. „Die Geschäftsstelle muss weiter ausgebaut werden, um den ehrenamtlichen Vorstand zu entlasten“, forderte Sieberkrob. Derzeit ist dort eine Halbzeitkraft tätig. Zwei bis drei Stunden müsse er täglich investieren. „Es wird immer schwerer, Ehrenamt und Beruf in Einklang zu bringen“, sagte der Vorsitzende und ergänzte: „Eigentlich sind nur Leute geeignet, die Zeit haben. Das wären die Rentner.“ Nun hätten die Mitglieder ein Jahr Zeit, um eine Lösung zu finden.

Zuvor blickte Sieberkrob auf ein „anstengendes, aber erfolgreiches“ Jahr zurück. Eine neue Boulebahn wurde eingerichtet. Mit dem Bogensport, der vom Schützenverein zum TuS Borstel-Hohenraden gewechselt war, wurde eine neue Sparte eröffnet. Auch finanziell sei der Verein gut aufgestellt und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Überschuss. Dies sei auch für 2016 geplant. „Über das über uns schwebende Damoklesschwert Beitragserhöhung müssen wir uns für dieses und kommendes Jahr keine Gedanken machen“, so Schatzmeister Marcus Brandis.

Sieberkrob will sich mit einem „Mastervertrag“ verabschieden. Die zahlreichen vertraglichen Vereinbarungen mit der Gemeinde sollen in einem Vertrag zusammengefasst werden. Die Versammlung bestätigte Tina Westphal als Jugendwartin.

„Wie hast du das durchgehalten?“, fragte Sieberkrob Arthur Weckwert. Der 70-Jährige wurde für 50 Jahre als aktiver Schiedsrichter ausgezeichnet – unter anderem pfiff er in der Verbands- und Oberliga. Zudem war er Linienrichter in der 2. Bundesliga. Sein größtes Spiel: die Drittrundenparty zwischen Hertha BSC Berlin und Darmstadt 98 am 22. November 1980. „Nach dem ersten Spiel wollte ich hinschmeißen“, sagte der Jubilar. Es folgten 1600 Spiele. „Da bin ich mit zwei Händen Platzverweisen ausgekommen“, sagte Weckwert. Zudem wurde Niko Lahajnat für 25 Jahre im Schiedsrichterwesen geehrt.



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