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Nach "Schwarz" kommt "Weiß": Heilerin beleuchtet Tod und Geburt

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erstellt am 06.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Quickborn | Nach "Schwarz" kommt "Weiß". Klingt logisch. Imke Turau, Heilerin aus Quickborn, hat ihr Buch "Schwarz" über das Sterben (wir berichteten) gerade fertiggestellt, da geht sie bereits das nächste Buchprojekt an. In "Weiß" soll es um die Geburt gehen - oder besser: um Geburten. Denn den Begriff fassen Turau und ihre Interviewpartner weiter, verstehen Geburt auch als Übergang in neue Lebensphasen.

"Da ist zum Beispiel eine Adelige - ein Freifräulein, das in den 1960er Jahren nach Barcelona ging, um dort Kunst zu studieren. Der Sprung von der hessischen Klosterschule zum Kunststudium in Barcelona war mehr als eine Geburt", sagt Turau lachend. Das Freifräulein wird auf jeden Fall zu Wort kommen. Ähnlich wie bei ihrem Buch "Schwarz" will die 45-Jährige verschiedene Menschen interviewen, die mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen neue Anstöße zum und ein neues Bewusstsein für das Thema geben können.

Dazu gehört natürlich auch ihr langjähriger Kooperationspartner Dr. Reinhart Müller. Mit dem niedergelassenen Gynäkologen aus Quickborn arbeitet die Heilerin schon seit mehr als 13 Jahren zusammen. Und Dr. Müller hat schon von Berufs wegen eine Menge zum Thema Geburt zu sagen. So, dass eine Idealgeburt für ihn eine ist, in der Ärzte "der Natur ihren Lauf lassen können - ohne manipulativ einzugreifen". In Deutschland verlaufe schätzungsweise nur jede zweite Geburt so. "30 Prozent der Kinder kommen per Kaiserschnitt zur Welt. Und von den restlichen 70 Prozent wird bei 20 bis 30 Prozent auch eingegriffen", so Dr. Müller, der als früherer Chefgynäkologe an der Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) dafür sorgte, dass diese als eine der ersten Kliniken in ganz Deutschland das "Rooming-In" einführte, bei dem die Babys nach der Geburt bei ihren Müttern auf dem Zimmer bleiben. "Heute wollen die Menschen immer weniger Verantwortung. Aber sie wollen entscheiden. Das ist ein klarer Widerspruch", sagt er. Ein Widerspruch, mit dem Mediziner umgehen müssen.

"Wir wollen zeigen, wie solche Prozesse wie Geburt und Sterben liebevoll und energetisch gestaltet werden können", sagt Turau. Aber es geht ihr auch darum, Tabus zu brechen - zum Beispiel, wenn sie das Tabu-Thema Tod einmal aus einer ganz anderen Sichtweise beleuchtet. An ihrer Seite hat sie dazu den Hamburger Künstler Jason Engelbart, der den Inhalten den künstlerischen Rahmen verleiht.

Im Buch über das Sterben kommen dazu vier Ärzte mit zum Teil unterschiedlichen Meinungen, eine Hospizmentorin, eine Organistin, zwei Bestatter und die Heilerin selbst zu Wort. "Eine bunte Mischung", sagt Turau, die mit diesem gerade fertig gestellten Werk auch zeigen will, dass Sterben nicht unbedingt schwarz ist. Ihre Zielgruppe: Ärzte - "die haben am meisten Angst vor dem Tod", so Turau - Menschen mit unheilbaren Krankheiten, die sich vorbereiten möchten, deren Angehörige sowie Ausbilder in therapeutischen Berufen.

Das Buch "Schwarz" und Informationen zu dem neuen Projekt gibt es bei Turau unter der Rufnummer: (0172) 9 92 21 11 oder im Internet. www.imketurau.de

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