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Kreissportverband : Nach hitziger Debatte: Politik segnet neuen KSV-Vertrag ab

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kreistag beschließt einen neuen Vertrag mit dem Kreissportverband (KSV) - doch zuvor gab es Diskussionen über den CDU-Zusatzantrag.

Der bestehende Vertrag zwischen dem Kreis Pinneberg und dem Kreissportverband (KSV) läuft am 31. Dezember 2014 aus. Höchste Zeit also, um über diesen Zeitpunkt hinaus zu denken: In der jüngsten Kreistagssitzung wurde ein neuer Fünf-Jahres-Vertrag beschlossen – mit dem Volumen von 485 000 Euro. Der CDU-Antrag, dem KSV darüber hinaus 60 000 Euro bereitzustellen, wurde hingegen von den Ampelparteien und Burghard Schalhorn (KWGP, fraktionslos) nach hitziger Debatte gegen die Stimmen der CDU und Sven Lange (Die Linke und Piraten) abgelehnt.

Die Christdemokraten wollten dem KSV zusätzliches Geld zur Verfügung stellen, weil dieser steigende Kosten zu beklagen habe, wie Kerstin Seyfert (CDU) dem Plenum erläuterte. „Die Personal- und Geschäftsstellenkosten sind exorbitant gestiegen. Außerdem gab es einen Mehrbedarf bei der direkten Sportförderung der Vereine – etwa für Übungsleiter“, sagte Seyfert, die ebenfalls Vorsitzende des zuständigen Ausschusses ist. Der KSV brauche Planungssicherheit, „die 60 000 Euro halten wir für vertretbar“ – zumal der Verband in den vergangenen sieben Jahren keine Erhöhung der finanziellen Mittel erhalten habe.

Das sah Werner Harms (SPD) anders: „Ich kann Frau Seyfert so nicht zustimmen. Ich frage mich nämlich, was Sie in den letzten fünf Jahren ihrer Tätigkeit getan haben“, spielte er auf frühere Mehrheitsverhältnisse im Kreistag an. Es sei unbestritten, dass der KSV gute Arbeit leiste, aber aufgrund der momentanen finanziellen Situation des Kreises sei es schwierig, nun zusätzliches Geld bereitzustellen. „Wir wollen im Rahmen des kommenden Doppelhaushaltes nochmal über das Budget für den KSV sprechen“, so Harms. Auch Hans-Helmut Birke (SPD) betonte, dass seine Fraktion bei der Entscheidung auch dem Gleichheitsgrundsatz folge – also Verbände und Institutionen nicht bevorzuge. Das wiederum brachte einige CDU-Mitglieder des Kreistags auf die Palme: „EMTV! EMTV!“, schallte es Birke entgegen. Damit gemeint war die Entscheidung der vergangenen Kreistagssitzung, in der sich die SPD für den Neubau der Halle des Elmshorner Männer-Turnvereins (EMTV) eingesetzt hatte. So werden dafür zusätzliche Haushaltsmittel bereitgestellt. Das stellte auch Seyfert noch einmal klar: „Ich finde diese Argumentation von Ihnen jetzt mehr als lächerlich, Herr Birke“, sagte sie in Richtung des SPD-Fraktionschefs.

Einen ganz anderen Punkt brachte Klaus Bremer (FDP) ins Spiel: Weil der KSV in der Pinneberger Geschäftsstelle Probleme habe – etwa mit dem Brandschutz – solle Landrat Oliver Stolz die Möglichkeit prüfen, den KSV in der Elmshorner Kreisverwaltung unterzubringen.

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erstellt am 28.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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